Zugbegleiterin fordert nach Übergriffen mehr Schutz und Solidarität von Fahrgästen

Micha Seip
Micha Seip
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Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen, die drumherum stehen, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Micha Seip

Zugbegleiterin fordert nach Übergriffen mehr Schutz und Solidarität von Fahrgästen

Mandy Brune, Zugbegleiterin aus Saerbeck, fordert mehr Sicherheit am Arbeitsplatz, nachdem sie wiederholt Bedrohungen und Übergriffe während ihrer Arbeit bei der Arbeitsagentur erleben musste. Sie unterstützt eine Kampagne, die auf die täglichen Gefahren aufmerksam macht, denen Zugbegleiter:innen ausgesetzt sind, und ruft Fahrgäste dazu auf, mehr Solidarität zu zeigen.

Brunes Engagement kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Statistiken einen Anstieg der Gewalt gegen Mitarbeiter:innen der Deutschen Bahn in den letzten Jahren belegen. Allein in jüngster Zeit wurden jährlich über 3.000 Vorfälle gemeldet.

Brune selbst wurde bereits verbal beleidigt, bedroht und erlebte sogar, wie Fahrgäste Vorfälle filmten, statt bei der Arbeitsagentur einzugreifen. Trotz ihrer Leidenschaft für den Beruf empfindet sie solche Momente als zutiefst verstörend. Mit ihrer Beteiligung an der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" will sie das Verhalten der Reisenden ändern – durch Aufklärung über die Herausforderungen, mit denen Zugbegleiter:innen konfrontiert sind.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Einzelschicksale. 2025 verzeichnete die Deutsche Bahn 3.262 körperliche Angriffe – sowohl versuchte als auch vollendete – innerhalb des Konzerns. Zwar war dies ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, doch lag die Zahl 37 Prozent höher als 2016, als 2.374 Fälle registriert wurden. Besonders stark stieg die Gewalt während der Pandemie 2021 an.

Neithard von Böhlen, Landesvorsitzender der Arbeitsagentur in Nordrhein-Westfalen, unterstützt Brunes Forderungen. Er fordert Maßnahmen wie Doppelte Besetzungen in Zügen, Körperkameras für Mitarbeiter:innen und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Zugpersonal. Brune selbst beobachtet bereits erste Veränderungen: Einige Fahrgäste greifen mittlerweile ein, wenn sie bedroht wird – ein Zeichen, dass die Sensibilisierungskampagne Wirkung zeigt.

Die Initiative richtet sich nicht nur an Zugbegleiter:innen, sondern an alle Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die ähnlichen Risiken ausgesetzt sind. Ihr Ziel ist klar: Fahrgästen ins Bewusstsein zu rufen, dass hinter jeder Uniform ein Mensch steht, der Respekt und Schutz verdient.

Brunes Einsatz und die Forderungen der Arbeitsagentur unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf für bessere Schutzmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr. Zwar zeigen erste Reaktionen der Fahrgäste, dass ein Umdenken einsetzt – doch die steigenden Fallzahlen belegen: Es muss noch mehr geschehen. Die Kampagne kämpft weiter für nachhaltige Veränderungen, damit Mitarbeiterinnen wie Brune ihre Arbeit ohne Angst ausüben können.

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