STAWAG erkundet mit Vibrationen das Geothermie-Potenzial unter Aachen

Micha Seip
Micha Seip
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Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Amphitheaters mit einer natürlichen Landschaft im Hintergrund und Text unten.Micha Seip

STAWAG erkundet mit Vibrationen das Geothermie-Potenzial unter Aachen

STAWAG startet im Dezember 2025 seismische Untersuchungen im Aachener Raum

Ab Anfang Dezember 2025 führt die STAWAG im Raum Aachen seismische Messungen durch, um das Potenzial der tiefen Geothermie zu erkunden. Die Arbeiten erstrecken sich über eine 39 Kilometer lange Strecke – von Würselen bis Stolberg, von Kornelimünster bis Haaren sowie von Aachen bis Eschweiler. Anwohner müssen mit geringfügigen Beeinträchtigungen rechnen, da Vibrationsfahrzeuge (sogenannte Vibroseis-Trucks) über zwei bis drei Wochen die Untergrundstrukturen kartieren.

Ziel der Untersuchungen ist es, geeignete geologische Formationen für eine langfristige Wärmeversorgung zu identifizieren. Frühere Studien deuten darauf hin, dass besonders kohlenstoffhaltige Gesteinsschichten – wie der Massenkalk aus dem Devon und die Kulm-Fazies aus dem Unterkarbon – vielversprechend sind. Diese Schichten, die in Tiefen von drei bis fünf Kilometern liegen, zeichnen sich durch hohe Porosität, Durchlässigkeit und Temperaturen von über 100 °C aus. Bereits durchgeführte 2D-/3D-seismische Untersuchungen, Erkundungsbohrungen wie Aachen Gb 1 (2018) sowie geothermische Modelle haben diese Zonen detailliert erfasst.

Für die Messungen setzt die STAWAG Vibrationsfahrzeuge ein, die durch Erschütterungen Bilder des Untergrunds erzeugen. Dabei kann es zu spürbaren Vibrationen, Lärm und kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen. Um Fragen der Bevölkerung zu beantworten, finden Informationsveranstaltungen am 22. November in Stolberg und am 25. November in Aachen-Brand statt. Vor Ort wird ein echter Vibroseis-Truck präsentiert, und Fachleute erklären die Funktionsweise der Technologie.

Das Projekt ist Teil der STAWAG-Strategie, die regionale Wärmeversorgung auf erneuerbare und klimafreundliche Quellen umzustellen. Tiefe Geothermie könnte helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig eine stabile Wärmeversorgung für die Region zu sichern.

Die Untersuchungen markieren den ersten großen Schritt zur Bewertung der geothermischen Machbarkeit im Aachener Raum. Bei Erfolg könnten die gesammelten Daten den Weg für zukünftige Bohrungen und den Aufbau einer nachhaltigen Wärmeinfrastruktur ebnen. Bevor die Feldarbeiten im Dezember beginnen, haben Anwohner die Möglichkeit, sich näher über das Vorhaben zu informieren.

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