A52-Ausbau zwischen Willich und Krefeld: Machbarkeitsstudie statt schneller Entscheidungen

Halil Kramer
Halil Kramer
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Eine topografische Karte von Szczecin, Polen, die eine Bahnroute von der Stadt zu einer anderen Stadt mit Text und Linien zeigt.Halil Kramer

A52-Ausbau zwischen Willich und Krefeld: Machbarkeitsstudie statt schneller Entscheidungen

Die Debatte über den Ausbau der Autobahn A52 zwischen Willich und Krefeld hat eine vorsichtige Wende genommen. Lokale Politiker fordern nun eine gemeinsame Machbarkeitsstudie, bevor Entscheidungen getroffen werden. Das einst breit unterstützte Projekt sieht sich zunehmend mit Widerstand von Anwohnern und Umweltschutzgruppen konfrontiert.

Die Diskussionen über die Verlängerung der A52 begannen 2016, als die Bundesregierung das Vorhaben in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen aufnahm. Bis 2020 waren die raumordnerischen Verfahren abgeschlossen, und der Baubeginn war für 2023 vorgesehen. Rechtliche Klagen und Proteste – darunter eine Kampagne des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Jahr 2022 – verzögerten jedoch die Umsetzung.

Ursprünglich hatten lokale Politiker und Wirtschaftsfunktionäre, etwa die Industrie- und Handelskammer (IHK), das Projekt unterstützt. Doch der Widerstand wuchs angesichts von Bedenken wegen Lärmbelastung, Umweltschäden und der Forderung nach besseren Alternativen im öffentlichen Nahverkehr. Nun schlägt die SPD in Willich eine Machbarkeitsstudie als nächsten logischen Schritt vor – vorausgesetzt, Krefeld beteiligt sich gleichberechtigt an Aufwand und Kosten.

Der SPD-Ratsherr Lukas Siebenkotten betonte, dass eine solche Studie klare Finanzierungsvereinbarungen erfordere. Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen spricht sich dafür aus, das Projekt sachlich zu bewerten. Unterdessen rät die Verwaltung in Krefeld, die landesweite Überprüfung durch Nordrhein-Westfalen abzuwarten, die für 2025 erwartet wird. Der jüngste Beschluss sieht keine verbindliche Finanzierung oder Baumaßnahmen vor, zielt aber auf eine objektive Bewertung von Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten ab.

Die Verlängerung bleibt zwar Teil der Verkehrsbedarfsplanung des Landes, doch werden keine Entscheidungen getroffen, bis die landesweite Prüfung abgeschlossen ist. Beide Städte setzen nun auf eine transparente Evaluation, bevor es weitergeht. Die Machbarkeitsstudie, sofern genehmigt, würde eine hälftige Kostenbeteiligung zwischen Willich und Krefeld erfordern.

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