05 April 2026, 00:32

Vater und Sohn revolutionieren mit Duschwasser die Energiewende in Gebäuden

Große Gruppe von Rohren, Ventilen, Metallstangen und anderen Komponenten auf einem Gebäudedach mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Vater und Sohn revolutionieren mit Duschwasser die Energiewende in Gebäuden

Ein ehemaliger Mercedes-Benz-Ingenieur hat ein Unternehmen gegründet, das sich auf Energiesparlösungen durch die Nutzung von Duschwasser spezialisiert hat. Steffen Nittbaur, 60, verließ nach 25 Jahren im Berufsleben den Konzern, um gemeinsam mit seinem Sohn Valentin die Unocconi GmbH zu gründen. Ihr Unternehmen setzt auf die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser, um den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken.

Steffen Nittbaur arbeitete jahrzehntelang als Industrieingenieur bei Mercedes-Benz, bevor er sich der Nachhaltigkeit zuwandte. Parallel zu seiner Tätigkeit absolvierte er ein Fernstudium und erwarb einen Master in Umweltwissenschaften. Sein Sohn Valentin verfügt über einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und leitet heute in Vollzeit die Geschäftsführung der Unocconi GmbH.

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Das in Filderstadt ansässige Unternehmen konzentriert sich auf eine der effizientesten Energiesparmethoden im Bauwesen: die dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschabwasser. Während diese Technologie in Europa bereits weit verbreitet ist – mit über 120.000 Installationen in der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien – hinkt Deutschland hinterher. Regulatorische Hürden, darunter das Fehlen einer Trinkwasserzertifizierung, bremsen die Verbreitung aus, obwohl das Land eine führende Rolle im Wärmetauschermarkt einnimmt.

Die Nachfrage nach Energieeffizienz steigt, da die Brennstoffpreise klettern und das EU-Emissionshandelssystem verschärft wird. Marktanalysen zeigen, dass der europäische Wärmerückgewinnungssektor rasant wächst. Allein der deutsche Wärmetauschermarkt soll bis 2025 ein Volumen von 1,32 Milliarden US-Dollar erreichen.

Die Unocconi GmbH bietet nun eine Lösung an, um Energieverluste in Gebäuden zu reduzieren, indem sie Wärme aus Duschwasser zurückgewinnt. Obwohl die Technologie in Deutschland im Vergleich zu Nachbarländern noch wenig genutzt wird, könnten steigende Energiekosten und strengere Emissionsvorgaben die Verbreitung vorantreiben. Das Unternehmen der Familie Nittbaur vereint ingenieurtechnisches Know-how mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit.

Quelle