49 Jahre Suchthilfe: Diakonie Mönchengladbach kämpft um finanzielle Sicherheit
Margit Atzler49 Jahre Suchthilfe: Diakonie Mönchengladbach kämpft um finanzielle Sicherheit
Diakonieverband Mönchengladbach bietet seit fast fünf Jahrzehnten Suchthilfe an
Seit 1975 unterstützt der Diakonieverband Mönchengladbach mit seinen Beratungsangeboten Menschen, die mit Abhängigkeitserkrankungen kämpfen. Allein im Jahr 2024 wandten sich 918 Betroffene an das Team der Einrichtung.
Die Beratungsstelle in der Mittelstraße 12 in Rheydt bietet Hilfe bei Problemen mit Alkohol, Medikamenten und dem Gebrauch digitaler Medien. Fachkräfte begleiten die Ratsuchenden dabei, schädliche Verhaltensmuster zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um ihre Herausforderungen zu bewältigen. Eine offene Informations- und Motivationsgruppe schafft zudem einen geschützten Rahmen, in dem Erfahrungen ausgetauscht und erste Schritte zur Veränderung gewagt werden können.
Über die individuelle Unterstützung hinaus leisten die Angebote einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Sie tragen zur Gesundheitsvorsorge bei, indem sie Krisen vorbeugen und das Risiko von Folgeerkrankungen verringern. Zudem wirken sie sich positiv auf die Kriminalitätsprävention, die schulische und berufliche Stabilität sowie die soziale Teilhabe von Suchtbetroffenen aus.
Trotz dieser Erfolge steht der Bereich vor finanziellen Herausforderungen. Drei Viertel der öffentlich geförderten Suchtberatungsstellen in Deutschland können ihre Betriebskosten nicht decken. Der Diakonieverband fordert daher nachhaltige Finanzierungskonzepte, um die langfristige Unterstützung für Hilfesuchende zu sichern. Gleichzeitig appelliert er an Politik, Gesellschaft und Medien, die Suchtberatung als unverzichtbaren Bestandteil von Gesundheits- und Sozialpolitik anzuerkennen.
Jährlich erreicht der Diakonieverband mit seinen Rheydter Angeboten Hunderten Menschen. Ohne stabile Förderung bleibt die Zukunft solcher Programme jedoch ungewiss. Der Appell der Organisation unterstreicht, wie dringend stärkerer Rückhalt nötig ist, um die unverzichtbare Suchthilfe in der Region aufrechtzuerhalten.






