05 April 2026, 00:28

Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbarkirchenkreisen

Kleine Kirche mit einem Glockenturm, identifiziert als die Kirche des Heiligen Grabes, umgeben von Häusern, Grünflächen, einem Zaun und einem bewölkten Himmel.

Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbarkirchenkreisen

Evangelischer Kirchenkreis Solingen hält am Wochenende Herbstsynode ab

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen trifft sich an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof. Die Beratungen beginnen am Freitagabend mit finanziellen Themen und einer Würdigung der Pfarrerin Astrid Klumb. Ein zentraler Punkt wird der geplante Zusammenschluss mit den beiden Nachbarkirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg sein.

Die Veranstaltung erstreckt sich über zwei Tage. Am Samstag steht unter anderem die Abstimmung über die Fusion sowie ein Grußwort von Solingens neuem Oberbürgermeister Daniel Flemm auf dem Programm.

Freitag, 14. November, um 18:00 Uhr eröffnet ein Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Klaus Hammes aus Ohligs die Synode. Nach einem kleinen Imbiss im Bürgersaal befassen sich die Delegierten mit den Haushaltsplänen für 2026 – sowohl für den Kirchenkreis als auch für die Solinger Diakonie. Zudem wird Pfarrerin Astrid Klumb für ihr Engagement geehrt.

Am Samstag beginnen die Beratungen um 8:30 Uhr mit einer Andacht von Predigerin Miriam Hindenberger. Anschließend stimmt die Synode darüber ab, ob das Fusionsverfahren mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg eingeleitet werden soll. Bei einer Zustimmung könnte die Zusammenlegung drei bis vier Jahre dauern, wobei der neue Kirchenkreis erst nach Billigung durch die Landeskirche entstehen würde.

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Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass die heutige Größe des Solinger Kirchenkreises eine eigenständige Zukunft unmöglich mache. Eine Fusion biete mehr Effizienz. Erste Gespräche begannen im Sommer 2025, und bei einem gemeinsamen Treffen der drei Synodalvorstände Anfang November einigte man sich darauf, den Prozess im Januar 2026 offiziell zu starten.

Der Solinger Kirchenkreisverband (KSV) hingegen setzt sich dafür ein, dass Solingens Gemeinden auch in einem neuen Kirchenkreis als eigenständige Region erhalten bleiben. Auf der Tagesordnung stehen zudem das Projekt "Klingenkirche 2030" und das Grußwort von Oberbürgermeister Flemm. Derzeit umfasst der Kirchenkreis mindestens zehn Gemeinden, darunter Merscheid, die Ohligser Stadtkirche und die Walder Kirche. Langfristig sind weitere Zusammenlegungen in den Bereichen Ohligs, Rupelrath und Wald geplant.

Die Beschlüsse der Synode werden die künftige Struktur des Solinger Kirchenkreises maßgeblich prägen. Sollte die Fusion voranschreiten, beginnt eine mehrjährige Übergangsphase. Die Ergebnisse werden Auswirkungen auf alle Gemeinden der Stadt haben – von Ohligs über Rupelrath bis Wald.

Quelle