03 April 2026, 02:24

Gerettete Dörfer erhalten Millionen für Neuanfang nach Kohleausstieg

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investitionen in Gemeinden: Größteste Investition in ländliche Elektrizität seit den New Deal."

Gerettete Dörfer erhalten Millionen für Neuanfang nach Kohleausstieg

Sechs Dörfer in der Nähe der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler haben Millionenfördergelder erhalten, um ihre Gemeinden wieder aufzubauen und zu modernisieren. Ministerin Ina Scharrenbach gab die finanzielle Unterstützung während eines "Zukunftstags" am 10. November 2025 bekannt. Die Mittel sollen helfen, die Infrastruktur zu erneuern und das lokale Kulturerbe zu bewahren – nach Jahren der Unsicherheit durch die Ausweitung des Kohleabbaus.

Die Dörfer Keyenberg, Lützerath, Immerath, Kückhoven, Börfink und Hambach wurden gerettet, nachdem Nordrhein-Westfalen den beschleunigten Ausstieg aus der Braunkohle eingeleitet hatte. Eine Vereinbarung zwischen Bundesregierung, Landesbehörden und RWE vom Oktober 2022 stoppte ihren Abriss. Scharrenbach betonte, dass die Energiewende den Menschen ihre Häuser und Zukunft zurückgeben müsse.

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Die Stadt Erkelenz erhält insgesamt rund 170 Millionen Euro, darunter ein Rückkaufprogramm für ehemalige Bewohner und Beschäftigte. Bereits bewilligt wurden 14,3 Millionen Euro für fünf Ortsteile: Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath. Die benachbarte Gemeinde Merzenich sicherte sich 60 Millionen Euro für Morschenich – nun in Bürgewald umbenannt –, wobei die Dorfkirche erste Priorität bei der Sanierung hat.

Die Gelder fließen auch in die Modernisierung von Abwassersystemen, Straßen und öffentlichen Gebäuden. Ein ehemaliger Kindergarten in Keyenberg wird zu einem Gemeinschaftszentrum umgebaut. Der Besuch der Ministerin unterstrich die laufenden Bemühungen, Gebiete zu beleben, die einst durch den Tagebau bedroht waren.

Die Förderzusagen markieren einen Wendepunkt für Dörfer, die einst dem Abriss geweiht waren. Mit 170 Millionen Euro für Erkelenz und weiteren Millionen für benachbarte Gemeinden sollen die Projekte die Infrastruktur wiederherstellen und lokale Wahrzeichen sanieren. Die Investitionen folgen dem Kohleausstieg des Landes und sichern den Bewohnern langfristige Perspektiven.

Quelle