29 March 2026, 20:27

Frauenpfahl am Bodensee: Wo Legenden und grausame Geschichte verschwimmen

Altes Schwarz-Weiß-Foto eines Friedhofs mit Grabsteinen, Efeu und Gebäuden im Vordergrund und einer Burg im Hintergrund unter einem sichtbaren Himmel.

Frauenpfahl am Bodensee: Wo Legenden und grausame Geschichte verschwimmen

Am Ufer des Bodensees erzählt ein Mahnmal eine düstere Geschichte von Strafe und Legende. Bekannt als der Frauenpfahl, war dieser Ort einst mit der Ertränkung von Frauen verbunden, die des Diebstahls oder Ehebruchs beschuldigt wurden. Während seine finstere Vergangenheit Besucher anzieht, ist bisher nur eine dokumentierte Hinrichtung belegt – die der Diebin Apollonia im Jahr 1532.

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Die Ursprünge des Frauenpfahls liegen in der mittelalterlichen Rechtsprechung, in der Frauen grausame Strafen erlitten. Einige sollen angeblich in Säcke genäht worden sein – zusammen mit Tieren wie Katzen oder Schlangen –, bevor sie ertränkt wurden. Legenden verstärken das Geheimnisvolle des Ortes, darunter die Erzählung von einer Frau, die zum Tode verurteilt wurde, weil sie versucht haben soll, mit ihrem Baby den Gnadensee zu durchschwimmen. Eine andere Überlieferung besagt, ein Abt des Klosters Reichenau habe einst eingegriffen, um einer zum Tode verurteilten Frau am Frauenpfahl das Leben zu retten.

Heute ist der Frauenpfahl Teil von geführten Touren, besonders zu Halloween. Besucher erkunden seine unheimliche Vergangenheit zusammen mit anderen Sehenswürdigkeiten wie dem Konstanzer Münster und der Blumeninsel Mainau. Die Veranstalter raten zu warmer Kleidung und Taschenlampen für abendliche Spaziergänge am See.

Nach den Führungen kehren viele in die gemütlichen Cafés Konstanzer ein. Die Mischung aus Geschichte und Volksglauben macht den Frauenpfahl zu einem gespenstischen, doch faszinierenden Ziel.

Der Frauenpfahl bleibt ein Symbol für die dunklere Seite des Bodensees. Zwar ist nur eine Hinrichtung historisch belegt, doch seine Legenden und die Halloween-Führungen sichern ihm einen festen Platz in der regionalen Kultur. Der Ort zieht weiterhin all jene an, die sich für Geschichte, Justiz und die Geschichten interessieren, die am Wasser nachhallen.

Quelle