30 March 2026, 10:27

Bonner Protest gegen sexualisierte Gewalt: "Wir sind wütend" – und fordern Konsequenzen

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein 'Solidarität und Feminismus'-Schild, mit geparkten Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bonner Protest gegen sexualisierte Gewalt: "Wir sind wütend" – und fordern Konsequenzen

Über 500 Menschen versammelten sich am Sonntag im Bonner Stadtzentrum, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Die Kundgebung folgte einem größeren Marsch in Köln am Vortag, bei dem mehr als 5.000 Menschen auf die Straße gegangen waren. Schilder wie "Girls just wanna be safe" auf der Bonner Demonstration spiegelten die Wut und Frustration wider, die die Proteste antreiben.

Die Demonstration fand vor dem Alten Rathaus am Marktplatz statt. Organisiert wurde sie von einem Bündnis aus Bonner Stadtratsparteien – den Grünen, der CDU, der SPD und Volt. Rednerinnen und Redner forderten Männer auf, sich stärker gegen frauenfeindliches Verhalten zu stellen und mehr Verantwortung bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu übernehmen.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Wir sind wütend" unterstrich die Forderung der Menge nach besseren Schutzmaßnahmen. Die Kundgebung erfolgte nach einer Der-Spiegel-Recherche, in der Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, vorwirft, nicht einvernehmlich erstellte Deepfake-Pornografie verbreitet zu haben. Der Fall hat eine bundesweite Debatte über digitale Gewalt ausgelöst. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte an, die Erstellung und Verbreitung solcher Inhalte unter Strafe zu stellen.

Tim Achtermeyer, Co-Vorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, sich nicht stärker für strengere Gesetze einzusetzen. Deutschland muss bis Juni 2027 eine EU-Richtlinie zu Deepfake-Pornografie umsetzen und bestehende rechtliche Lücken schließen.

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Der Bonner Protest verdeutlichte die wachsende öffentliche Forderung nach Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Rheinland und darüber hinaus. Angesichts der nun anstehenden Rechtsreformen steht die Regierung unter Druck, sowohl physische als auch digitale Formen von Missbrauch zu bekämpfen. Die Demonstrationen zeigen eine wachsende Bewegung für mehr Schutz und Konsequenzen.

Quelle