Bergisch Gladbach wird zum Wasserstoff-Knotenpunkt im deutschen Kernnetz
Angelina ReinhardtBergisch Gladbach wird zum Wasserstoff-Knotenpunkt im deutschen Kernnetz
Bergisch Gladbach hat einen bedeutenden Schritt in den deutschen Plänen für eine Wasserstoffinfrastruktur gemacht. Die Stadt wurde im aktualisierten Nationalen Wasserstoff-Kernnetz, das im Juli 2024 veröffentlicht wurde, als zentraler Knotenpunkt ausgewiesen. Dies folgt auf eine Diskussion bei einer lokalen CDU-Veranstaltung im September des Vorjahres, bei der Experten die Zukunft einer nachhaltigen Energieversorgung erörterten.
Im September 2023 hatte die CDU-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit Bergisch Gladbach eine Veranstaltung mit fast 80 Teilnehmenden organisiert. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der Energiepolitik – von hohen Kosten über technische Hürden bis hin zur öffentlichen Akzeptanz. Dr. David Bothe, Direktor bei Frontier Economics und Autor einer DIHK-Studie, präsentierte Erkenntnisse zu klimaneutralen Energiestrategien.
Bothe skizzierte dabei zentrale Grundsätze für einen nachhaltigen Ansatz: Technologieoffenheit, Kosteneffizienz, Innovation und internationale Zusammenarbeit. Klimaschutz- und Energiepolitik bezeichnete er als generationenübergreifende Aufgabe, die Transparenz, messbare Fortschritte und gemeinsames Handeln erfordere – um Wettbewerbsfähigkeit und Umweltziele in Einklang zu bringen.
Thematisiert wurden auch die kommunale Wärmeplanung und Lösungen für die Energieversorgung von Haushalten. Bergisch Gladbach prüft derzeit, das bestehende Gasnetz für den Transport von synthetischem Gas umzurüsten. Seit Bothes Vortrag hat die Stadt ihren Platz im nationalen Wasserstoffnetz gesichert – mit geplanten Anbindungen an Köln und Düsseldorf bis 2032.
Der aktualisierte Wasserstoffnetz-Plan bestätigt die Schlüsselrolle Bergisch Gladbachs in der deutschen Energiewende. Die Infrastrukturverbindungen zu den großen Knotenpunkten sollen innerhalb der nächsten acht Jahre entstehen. Unterdessen laufen vor Ort weiterhin Diskussionen über konkrete Maßnahmen, um die Kosten zu senken und die Energieeffizienz für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.






