14-Jähriger rast mit 45 km/h auf illegalem E-Scooter durch Löhne
14-Jähriger in Löhne-Ort mit 45 km/h auf E-Scooter gestoppt – Polizei kündigt strengere Kontrollen an
Ein 14-Jähriger wurde am Montag in Löhne-Ort angehalten, weil er mit einem E-Scooter 45 km/h schnell unterwegs war. Der Vorfall veranlasste die Polizei Herford, nach einer Zunahme von Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen schärfere Geschwindigkeitskontrollen anzukündigen. Gleichzeitig erinnern die Behörden an die Zulassungs- und Führerscheinpflicht für schnellere Modelle.
Der Jugendliche fuhr mit einem nicht zugelassenen E-Scooter, der die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritt. In Deutschland müssen E-Scooter, die schneller als 20 km/h fahren können, über eine allgemeine Betriebserlaubnis verfügen und zugelassen sein. Das betroffene Fahrzeug erfüllte keine dieser Voraussetzungen und durfte daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.
Da der Fahrer minderjährig war, konnte er keinen gültigen Führerschein vorlegen. Nach dem Straßenverkehrsrecht Nordrhein-Westfalens drohen Jugendlichen, die gegen Regeln verstoßen – etwa durch Rasen oder die Nutzung des Handys während der Fahrt – jugendspezifische Konsequenzen. Dazu zählen unter anderem Aufklärungsmaßnahmen, gemeinnützige Arbeit oder Verfahren vor dem Jugendgericht. Geldstrafen oder Fahrverbote kommen für Minderjährige jedoch nicht infrage.
Die Polizei warnt davor, dass das Fahren mit nicht zugelassenen oder nicht versicherungspflichtig angemeldeten E-Scootern schwerwiegende rechtliche Folgen haben kann. Verstöße können sich negativ auf die spätere Führerscheinerteilung auswirken, zudem besteht im Schadensfall kein Versicherungsschutz. Käufer werden aufgefordert, vor dem Kauf die Herstellerangaben zu prüfen, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
Für weitere Informationen steht die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Herford unter der Telefonnummer +49 5221 888 1250 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.
Die verschärften Maßnahmen folgen auf mehrere Vorfälle mit hochtourig gefahrenen E-Scootern in der Region. Die Polizei wird die Streifenpräsenz erhöhen, um die Einhaltung der Zulassungs- und Geschwindigkeitsvorschriften durchzusetzen. Besonders junge Fahrer werden aufgefordert, die Regeln zu beachten, um rechtliche Konsequenzen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.






