Solingen kämpft um sicheres Schwimmenlernen für jedes Grundschulkind
Angelina ReinhardtSolingen kämpft um sicheres Schwimmenlernen für jedes Grundschulkind
In Solingen wächst die Sorge, dass nicht jedes Kind sicher schwimmen lernt. Immer mehr Grundschüler verlassen die Schule, ohne ausreichende Schwimmkenntnisse zu besitzen – nun suchen lokale Verantwortliche nach Lösungen. Das Thema ist inzwischen im Stadtrat angekommen, wo die Finanzierung und Unterstützung von Schwimmkursen auf dem Prüfstand steht.
Hinter dem Problem stehen Jahre mit reduzierten Badezeiten, Personalmangel und die durch die Pandemie verursachten Unterbrechungen. Die Folge: Immer weniger Kinder erwerben die notwendigen Schwimmfähigkeiten noch vor dem Ende ihrer Grundschulzeit. Wer nicht schwimmen kann, setzt sich echter Gefahr aus – denn jedes Jahr kommt es zu Ertrinkungsunfällen, bei denen schwache Schwimmer beteiligt sind.
Als Schlüssel zur Verbesserung des Unterrichts gelten Schwimmhelfer, die Lehrkräfte unterstützen und individuelle Betreuung bieten. Der Solinger Sportbund schätzt, dass jährlich 75.000 Euro ausreichen würden, um an allen Schulformen genug Helfer einzusetzen. Die CDU-Fraktion hat nun eine offizielle Anfrage eingereicht, um zu prüfen, wie diese Kräfte langfristig finanziert werden könnten.
Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche finanzielle Unterstützung leisten. Frühzeitiger und verlässlicher Schwimmunterricht fördert nicht nur Selbstvertrauen und Freude an Bewegung, sondern beugt vor allem Unfällen vor. Für viele Kinder ist Schwimmenlernen eine Frage von Leben und Tod.
Die Anfrage des Stadtrats soll klären, ob Schwimmhelfer eingeführt und dauerhaft finanziert werden können. Bei einer Zusage könnte die jährliche Investition von 75.000 Euro jedem Kind in Solingen die Chance geben, sicher schwimmen zu lernen. Ohne Maßnahmen bleibt das Risiko von Ertrinkungsunfällen eine ständige Bedrohung.






