20 March 2026, 18:25

Sanierung des Bergischen Löwen scheitert an Haushaltsstreit – Jugendzentrum geht voran

Ein belebter Plaza Mayor mit sitzenden und stehenden Menschen, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Schildern, Straßenlaternen mit Fahnen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Sanierung des Bergischen Löwen scheitert an Haushaltsstreit – Jugendzentrum geht voran

Die Haushaltsverhandlungen auf kommunaler Ebene sind ins Stocken geraten, nachdem dringend benötigte Sanierungspläne für das Bürgerzentrum Bergischer Löwe mit übergeordneten finanziellen Bedenken kollidieren. Das historische Gebäude, ein Wahrzeichen der Region Bergisches Land, sieht sich nun Verzögerungen ausgesetzt, während politische Gruppen darüber streiten, ob sofortige Modernisierungen der Elektrik finanziert oder auf einen umfassenden Sanierungsplan gewartet werden soll. Unterdessen haben separate Vorhaben für ein neues Jugendzentrum bereits grünes Licht erhalten – die Prioritäten der Stadt erscheinen damit gespalten.

Die Verwaltung hatte 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der elektrischen Anlagen im Bergischen Löwe beantragt und warnte, dass veraltete Kabel und Hochwasserrisiken lebensbedrohliche Zustände schaffen könnten. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, betonte die Dringlichkeit der Arbeiten und argumentierte, dass selbst Teilmodernisierungen spätere Fehlinvestitionen verhindern würden. Doch Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hinterfragte die Logik hoher Ausgaben für Übergangslösungen und schlug vor, die Mittel bis zur Vorlage einer vollständigen Sanierungsstrategie zurückzuhalten.

Der Haushaltsausschuss vertagte weitere Beratungen zu Budget und Personalplanung bis zur nächsten Ratssitzung am kommenden Dienstag. Zuvor hatte die CDU massive Kürzungen und eine Neuausrichtung des Haushaltsentwurfs von Bürgermeister Marcel Kreutz gefordert. In einer seltenen Einigkeit einigten sich CDU, Grüne und SPD anschließend darauf, die formelle Abstimmung über den Haushalt vollständig ausfallen zu lassen – die Entscheidungen bleiben damit vorerst in der Schwebe.

Unterdessen schreiten die Pläne für ein neues Jugendzentrum in der Oberen Hauptstraße voran. Eine 250 Quadratmeter große Fläche soll flexibel zwischen Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum aufgeteilt werden, wobei die konkrete Nutzungsregelung mit den künftigen Mietern finalisiert wird. Der Jugendhilfeausschuss hatte bereits vorübergehende Sicherheitsnachrüstungen im Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg sowie die Pläne für das neue Zentrum gebilligt. Das bestehende Q1 könnte langfristig in die Alte Zentralwerkstatt umziehen – sofern keine unvorhergesehenen Hindernisse auftauchen.

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Unklar bleibt weiterhin, wie es um den Denkmalschutzstatus des Bergischen Löwen bestellt ist und wann eine Komplettsanierung beginnen könnte. Die Zukunft des Gebäudes hängt nun davon ab, ob der Rat die Notfallarbeiten an der Elektrik unterstützt oder auf eine langfristige Gesamtlösung pocht.

Die Stadtverordneten müssen sich nun entscheiden: Soll die Sofortmodernisierung der Elektrik im Bergischen Löwen finanziert werden, oder wartet man auf einen vollständigen Sanierungsplan? Die Sitzung am kommenden Dienstag wird zeigen, ob der Antrag über 2,5 Millionen Euro weiterverfolgt wird, während das Jugendzentrum-Projekt ohne weitere Verzögerungen voranschreitet. Das Ergebnis wird sowohl die Sicherheit des Gebäudes als auch die finanzielle Ausrichtung der Stadt für das kommende Jahr prägen.

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