Kölner Apotheken schließen massenhaft für bundesweiten Protesttag
Fast alle Apotheken in Köln schließen am Montag im Rahmen eines bundesweiten Protests
Am kommenden Montag werden nahezu alle Apotheken in Köln ihre Türen schließen – als Teil einer landesweiten Protestaktion. Die Demonstration, mit der bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung gefordert werden, wird tausende Apotheken in ganz Deutschland für einen Tag lahmlegen. Die Organisatoren rechnen mit einer hohen Beteiligung, viele Mitarbeiter reisen extra nach Düsseldorf an, um an der Kundgebung teilzunehmen.
Der Protest knüpft an eine ähnliche Aktion im Jahr 2023 an, als sich rund 7.000 Apotheken beteiligten. In diesem Jahr hoffen die Veranstalter auf noch größere Resonanz: Schätzungen zufolge werden nur zwischen 1.000 und 1.100 Apotheken für Notfälle geöffnet bleiben. In Meerbusch hat jede einzelne Apotheke zugesagt, aus Solidarität zu schließen.
Apotheken-Teams aus Köln werden nach Düsseldorf fahren, wo für die Teilnehmer ein Shuttlebus organisiert wurde. Die MVDA-Genossenschaft, die viele unabhängige Apotheken vertritt, hat alle Mitglieder zum Streik aufgerufen. Apothekeninhaber in Meerbusch und Umgebung zeigen sich einig und betonen ihre unverzichtbare Rolle bei der tagesgleichen Arzneimittelversorgung, der Notfallbetreuung und der individuellen Patientenberatung.
Obwohl die genauen Zahlen der bundesweiten Schließungen noch nicht feststehen, lag die Beteiligung bei früheren Protesten bei 86 bis 90 Prozent. Diesmal soll durch eine möglichst flächendeckende Teilnahme ein noch stärkeres Signal gesetzt werden.
Am 23. März 2026 werden damit nur noch ein Bruchteil der Apotheken in Betrieb sein. Die Inhaber wollen auf ihre systemrelevanten Leistungen aufmerksam machen und gleichzeitig die Branchenbedingungen verbessern. Die koordinierte Schließungswelle könnte eine der größten der letzten Jahre werden – die Organisatoren sind sich der breiten Unterstützung sicher.






