Kreis Herford stoppt Ärztemangel mit klugen Förderprogrammen und Zuschüssen
Angelina ReinhardtKreis Herford stoppt Ärztemangel mit klugen Förderprogrammen und Zuschüssen
Kreis Herford bekämpft Ärztemangel mit Förderprogrammen und finanzieller Unterstützung
Seit 2019 hat der Kreis Herford 34 Arztpraxen dabei unterstützt, sich zu erweitern oder neu zu eröffnen – und sorgt so dafür, dass in keiner Kommune die hausärztliche Versorgung fehlt. Einer der jüngsten Erfolge ist die Windhorst-Praxis in Vlotho, die kürzlich mit Unterstützung des Kreises eine dritte Ärztin bzw. einen dritten Arzt einstellen konnte.
Das Programm "Von der Praxis in die Praxis", das der Kreis gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) durchführt, hilft Medizinerinnen und Medizinern beim Einstieg in die ambulante Versorgung. Mittlerweile umfasst es auch eine pädiatrische Weiterbildung und erreicht so eine breitere Zielgruppe. Medizinstudierende in der Region erhalten zudem monatliche Stipendien von bis zu 300 Euro, um sie zum Verbleib in der Region zu motivieren.
Dr. Sven Windhorst stieg 2022 in die elterliche Praxis in Vlotho ein, nachdem er sich beruflich neu orientiert hatte. Parallel arbeitete er in Teilzeit als Weiterbildungsassistent, während er bis März 2024 noch als Oberarzt in der Notaufnahme des Herforder Krankenhauses tätig war. Die Praxis konnte kürzlich erweitert werden und stellte eine dritte Ärztin bzw. einen dritten Arzt für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein – ermöglicht durch einen 25.000-Euro-Zuschuss des Kreises, der in die Modernisierung der digitalen Infrastruktur floss.
Seit Start der Initiative "Praxismacher" haben im Kreis Herford bereits 12 Ärztinnen und Ärzte eine eigene Vertragspraxis übernommen. Dank der Förderung bleiben die Wartezeiten kurz, und in jeder Gemeinde gibt es ausreichend Hausärzte.
Die Windhorst-Praxis nimmt unter der Leitung von Dr. Sven Windhorst weiterhin neue Patientinnen und Patienten auf. Mit 34 geförderten Projekten seit 2019 hat der Kreis Herford die medizinische Versorgung in der Region stabilisiert. Die Kombination aus Ausbildungsförderung, finanzieller Unterstützung und digitaler Aufrüstung sorgt dafür, dass immer mehr Ärztinnen und Ärzte sich entscheiden, in der Region zu bleiben – und zu wachsen.






