Junge Menschen gestalten ländliche Zukunft im Sauerland mit Fördergeldern
Margit AtzlerJunge Menschen gestalten ländliche Zukunft im Sauerland mit Fördergeldern
Neue Förderinitiative im LEADER-Gebiet Hemer, Iserlohn und Menden gestartet
Mit dem Programm "Kleine Projekte" werden jetzt junge Menschen aufgerufen, ihre Gemeinden mit frischen Ideen mitzugestalten. Workshops und Zuschüsse helfen dabei, die Pläne in die Tat umzusetzen.
Die Initiative knüpft an den Erfolg des Vorjahres an, als 42 Projekte das lokale Leben durch Grünflächen, Kulturveranstaltungen und bessere Verkehrsanbindungen bereicherten. Diesmal liegt der Fokus darauf, jungen Einwohnerinnen und Einwohnern eine direkte Mitsprache bei der Verwendung der Fördergelder zu ermöglichen.
Vom 20. März bis 26. April 2026 können Anträge für Projekte eingereicht werden, die das Leben, Arbeiten und die Freizeit im ländlichen Raum verbessern. Besonders gefördert werden Vorhaben, die gemeinsame Räume aufwerten – etwa neue Bänke, Spielplätze oder Informationsschilder – sowie Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen. Auch Bildungsformate wie Workshops oder Vorträge können Unterstützung erhalten.
Die Förderung deckt bis zu 80 Prozent der Kosten ab, mit einem Höchstbudget von 20.000 Euro pro Projekt. Erstmals läuft das gesamte Verfahren digital: Anträge werden über die Website des Programms eingereicht.
Ein separater Aufruf richtet sich speziell an junge Menschen. Für von Jugendlichen getragene Initiativen in Hemer, dem nördlichen Iserlohn und Menden stehen Zuschüsse zwischen 1.000 und 8.000 Euro bereit. Zur Ideenentwicklung finden vom 24. März bis 13. April 2026 kostenlose Workshops statt.
Junge Einwohnerinnen und Einwohner übernehmen zudem eine Schlüsselrolle bei den Entscheidungen: Sie begutachten und bewerten die eingereichten Projekte, ihre Empfehlungen fließen in die finale Auswahl durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) ein.
Ziel des Programms ist es, den Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu stärken und ländliche Regionen lebendiger zu gestalten. Die geförderten Projekte werden nach Ende der Antragsphase bekannt gegeben. Die Verantwortlichen hoffen, dass das digitale Verfahren und die Einbindung junger Menschen noch mehr Menschen zur Teilnahme motiviert.






