17 June 2026, 18:36

Kliniken protestieren gegen Finanzkrise: "Kein Geld. Keine Versorgung"

GFO Kliniken warnen vor Versorgungslücken

Kliniken protestieren gegen Finanzkrise: "Kein Geld. Keine Versorgung"

Kliniken im gesamten GFO-Verbund protestieren unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“

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Krankenhäuser des GFO-Netzwerks, darunter die GFO-Kliniken Rhein-Berg, haben mit Protestaktionen auf die sich verschärfende Finanzkrise im deutschen Gesundheitswesen aufmerksam gemacht. Die Demonstrationen standen unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ und waren Teil eines landesweiten Aktionstags der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW).

Als Symbol für drohende Versorgungslücken verengten die Kliniken zeitweise ihre Zugänge, sodass Patienten und Besucher Umwege in Kauf nehmen mussten. Damit sollte auf die möglichen Folgen geplanter Haushaltskürzungen hingewiesen werden. Bereits jetzt arbeiten rund 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser defizitär – etwa ein Drittel steht vor der Insolvenz.

Besonders betroffen sind gemeinnützige Häuser, die oft von kirchlichen oder karitativen Trägern betrieben werden. Da sie kaum öffentliche Förderung erhalten und nur begrenzt Rücklagen bilden können, trifft sie die geplante Sparpolitik besonders hart. Die GFO-Kliniken Rhein-Berg beteiligten sich an den Protesten, um zu zeigen, wie weitere finanzielle Einschränkungen den Zugang zu medizinischer Versorgung gefährden könnten.

Die Kliniken unterstützen zudem die Petition „Licht aus für die Krankenhäuser“, mit der sie eine faire und nachhaltige Finanzierung fordern. Zwar befürworten sie die Ziele einer zukunftsorientierten Krankenhausreform, betonen aber, dass verlässliche und ausreichende Mittel unverzichtbar seien.

Die Proteste unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf: Ohne finanzielle Stabilität drohen dem deutschen Gesundheitssystem weitere Einschnitte bei Leistungen und sogar Schließungen. Die Kliniken fordern weiterhin Reformen, die eine langfristige Sicherung der Versorgung gewährleisten.

Quelle