20 March 2026, 16:26

Junge Menschen wenden sich zunehmend von der Demokratie ab – was steckt dahinter?

Ein Plakat mit dem Titel "Mangel an Bildung: Der bösartige Kreislauf" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fettem schwarzem Text, das die Auswirkungen von schlechter Bildung veranschaulicht.

Junge Menschen wenden sich zunehmend von der Demokratie ab – was steckt dahinter?

Ein neuer Bericht der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen zeigt wachsende Besorgnis über die Haltung junger Menschen zur Demokratie. Die Studie belegt einen spürbaren Rückgang der Unterstützung demokratischer Werte – besonders in der Altersgruppe der 19- bis 29-Jährigen. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnte vor den Risiken der Online-Radikalisierung und betonte, dass extremistisches Gedankengut in sozialen Medien, Chatgruppen und Gaming-Communities immer weiter verbreitet werde.

Laut dem dritten Demokratie-Monitor sind nur noch die Hälfte der jungen Menschen in der Region mit der Funktionsweise der Demokratie zufrieden. Noch alarmierender: Die Zustimmung zur Demokratie bei den 19- bis 29-Jährigen ist um zehn Prozentpunkte gesunken – nur noch 83 Prozent stehen hinter ihr. Fast die Hälfte aller Befragten stimmte zudem der Aussage zu, die Gesellschaft würde von "einer starken Partei" profitieren, die den Volkswillen vertritt.

Die Studie unterteilt die Bevölkerung in drei Gruppen: "Demokraten", "fragile Demokraten" (mit unsicherer demokratischer Haltung) und "Demokratiegegner". Die Zahl der "fragilen Demokraten" hat sich seit der Erhebung 2021 jedoch nicht verändert.

Priens Warnungen fallen in eine Zeit, in der die Debatte über schärfere Regulierung sozialer Medien an Fahrt aufnimmt. Sie kritisierte, dass die klassische politische Bildung in Schulen der rasanten Verbreitung von Online-Radikalisierung nicht gewachsen sei. Der Bericht fordert mehr Engagement, um demokratische Kompetenzen zu stärken und digitale Extremismusprävention – vor allem bei jungen Menschen – voranzutreiben.

Die Ergebnisse zeigen eine klare Herausforderung: Immer mehr Jugendliche sind im Netz mit Frauenfeindlichkeit, Gewalt und extremistischem Gedankengut konfrontiert. Ohne bessere politische Bildung und strengere Kontrollen digitaler Plattformen könnte der Rückgang der Demokratieunterstützung anhalten. Schulen und Politiker stehen nun unter Druck, diese Lücken zu schließen, bevor sich die Einstellungen weiter verfestigen.

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