Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskräfte bei Massenunfall
Halil KramerInternationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskräfte bei Massenunfall
Großangelegte internationale Notfallübung in Gangelt im Kreis Heinsberg
Am Wochenende fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. An der Übung beteiligten sich Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien, die einen Massenanfall von Verletzten simulierten. Während der Aktion war die Kreisstraße 13 vorübergehend für den Verkehr gesperrt und wurde am Samstagabend wieder freigegeben.
Das Szenario sah einen komplexen Unfall mit einem Gefahrguttransporter, einem Reisebus und mehreren Pkw vor. Dutzende Verletzte – teils eingeklemmt – sowie ein austretender giftiger Stoff aus dem Lkw wurden simuliert. Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung hatten die Aufgabe, das gefährliche Material einzudämmen.
Mehr als 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil, wobei der Schwerpunkt auf der grenzüberschreitenden Koordination lag. Auch Drohnen kamen zum Einsatz, um die Unfallstelle aus der Luft zu erkunden. Die Veranstalter betonten, wie wertvoll solche Übungen insbesondere in Grenzregionen sind, da Nachbarländer oft über Ausrüstung verfügen, die lokalen Kräften fehlt.
Insgesamt waren 22 internationale Rettungsorganisationen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Polen, Tschechien, Ungarn, Italien und der Region Südtirol beteiligt. Die letzte große internationale Übung dieser Art fand vor acht Jahren statt.
Die Übung wurde als Erfolg gewertet und zeigte, dass die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme funktioniert. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung der Kooperation bei der Bewältigung großflächiger Schadenslagen. Nach Abschluss der Übung wurde die Kreisstraße 13 vollständig wieder freigegeben.






