Immobilienboom in Herford: Preise und Verkaufszahlen steigen deutlich im ersten Halbjahr 2025
Halil KramerImmobilienboom in Herford: Preise und Verkaufszahlen steigen deutlich im ersten Halbjahr 2025
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Herford und der Stadt Herford hat seinen Halbjahresbericht für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht. Die Daten erfassen die Marktentwicklungen vom 1. Januar bis 30. Juni auf Basis notariell beurkundeter Kaufverträge. Der Ausschuss stellt seine Erkenntnisse online unter https://www.boris.nrw.de zur Verfügung, um die lokale Immobilienentwicklung zu dokumentieren.
Die Hansestadt Herford verzeichnete mit 239 abgeschlossenen Verträgen die meisten Verkäufe im Kreis. Insgesamt stieg die Zahl der Kaufverträge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um etwa 6 %. Besonders stark zulegte der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser: Hier kletterten die Verkaufszahlen um 34 %.
Bei den Umsätzen lagen Herford und Bünde mit 69 Millionen Euro bzw. 49 Millionen Euro vorn. Zusammen entfielen auf diese beiden Kommunen rund 45 % des Gesamtumsatzes im Kreis, der sich auf 261 Millionen Euro belief. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für voll erschlossenes Wohnbauland im Kreis betrug 186 Euro – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
In Herford selbst zahlten Käufer im Schnitt 261 Euro pro Quadratmeter für Wohnbauland. Häuser, die nach 2010 erbaut wurden (ohne Neubauten), erreichten einen Durchschnittspreis von 453.000 Euro. Die Preise für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern blieben dagegen stabil oder stiegen leicht im Vergleich zu 2024.
Der Bericht unterstreicht die wachsende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und die stabilen Bodenpreise. Die hohen Verkaufszahlen und Umsätze in Herford spiegeln einen aktiven Immobilienmarkt wider. Der Gutachterausschuss wird die Entwicklungen weiterhin auf Basis notarieller Kaufverträge beobachten.






