Großrazzia des Zolls gegen illegale Arbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Angelina ReinhardtGroßrazzia des Zolls gegen illegale Arbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Deutsche Zollbehörden haben eine großangelegte Razzia gegen nicht angemeldete Arbeit in der Sicherheits- und Privatbewachungsbranche gestartet. An der Aktion sind bundesweit über 2.100 Beamte beteiligt, die illegale Beschäftigung und Sozialbetrug ins Visier nehmen. Sämtliche Hauptzollämter wirken an der landesweiten Kampagne mit.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Zollverwaltung leitet die Kontrollen. Im Fokus stehen unter anderem Veranstaltungssicherheit, Objektschutz und weitere risikobehaftete Bereiche der Branche. Geprüft wird die Einhaltung von Sozialversicherungspflichten, Mindestlohnregelungen und ordnungsgemäßen Arbeitsverträgen.
Die Überprüfungen erfolgen auf Basis von Risikoanalysen und umfassen sowohl stichprobenartige Kontrollen als auch umfassende Betriebsprüfungen. Zudem ermitteln die Beamten in Fällen von unerlaubter Zeitarbeit und der illegalen Anstellung ausländischer Arbeitskräfte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sozialbetrug, etwa durch falsche Leistungsansprüche.
Die FKS führt regelmäßig ähnliche Aktionen in Branchen durch, die anfällig für Schwarzarbeit sind. Erste vorläufige Ergebnisse der aktuellen Kampagne sollen noch in dieser Woche bekannt gegeben werden.
Ziel der Razzia ist es, die Sozialversicherungssysteme zu schützen und faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Zollbeamten überprüfen, ob Arbeitgeber ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. Informationen zu Bußgeldern oder rechtlichen Schritten wird die Zollverwaltung zu gegebener Zeit veröffentlichen.






