FDP Krefeld wählt neuen Vorsitzenden und setzt auf wirtschaftlichen Neuanfang
Margit AtzlerFDP Krefeld wählt neuen Vorsitzenden und setzt auf wirtschaftlichen Neuanfang
Die Krefelder Kreisverbands der Freien Demokratischen Partei (FDP) hat einen neuen Vorsitzenden gewählt – und bereitet sich damit auf die Landtagswahl 2023 in Nordrhein-Westfalen vor. Sebastian T. Stachelhaus, langjähriges Parteimitglied, wurde mit großer Zustimmung der Mitglieder zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Seine Wahl markiert einen Kurswechsel für die lokale FDP, die sich nun stärker auf wirtschaftliche Liberalisierung und digitale Entwicklung konzentrieren will.
Stachelhaus erhielt rund 66 Prozent der Stimmen und löst damit Joachim C. Heitmann ab, der die Partei jahrelang geführt hatte, sich diesmal jedoch nicht mehr zur Wahl stellte. Heitmann bleibt der FDP als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat erhalten. Überraschend setzte sich bei der Wahl des ersten stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Norbert Ullrich mit fast zwei Dritteln der Stimmen gegen Dr. Tina Pannes durch.
Das neue Führungsteam umfasst neben Ullrich die stellvertretenden Vorsitzenden Florian Philipp Ott und Hans Christian Tenberg, Schatzmeister Carsten Repges sowie die Schriftführerin Jennifer Kassing. In den Vorstand wurden zudem Leander Beckers, Nathanael Gietmann, Erna Flesch, Franziska Lesch und Dr. Robert Schäfer gewählt. Stachelhaus, der seit 2004 FDP-Mitglied ist, bringt Erfahrung aus verschiedenen politischen Funktionen in Krefeld mit.
Unter seiner Führung distanziert sich die Partei von ihrer bisherigen Betonung auf Umwelt-Skepsis und Deregulierungspolitik. Stattdessen setzt sie auf einen pragmatischeren Kurs mit Fokus auf die Unterstützung lokaler Unternehmen und die Digitalisierung. Stachelhaus räumte ein, dass es eine Herausforderung sei, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, zeigte sich aber begeistert von der Zusammenarbeit mit dem neuen Team.
Beruflich ist Stachelhaus als unabhängiger Versicherungsmakler tätig. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.
Der Führungswechsel bei der Krefelder FDP deutet auf eine strategische Neuausrichtung vor der Landtagswahl hin. Mit dem neuen Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Digitalpolitik will die Partei ihren lokalen Einfluss stärken. In den kommenden Monaten wird das Team daran arbeiten, die überarbeitete Agenda umzusetzen.






