18 June 2026, 00:22

Eurowings verlangt 284.000 Euro Schadensersatz nach Klimaprotesten in Köln

Festhängen am Airport - Aktivisten angeklagt

Eurowings verlangt 284.000 Euro Schadensersatz nach Klimaprotesten in Köln

Eurowings fordert Schadensersatz für Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn

Die Fluggesellschaft Eurowings hat angekündigt, Entschädigung für die durch Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn verursachten Schäden zu verlangen. Die Airline beziffert ihre Verluste auf knapp 284.000 Euro. Gegen sechs Personen, die in zwei getrennten Vorfällen beteiligt waren, wurde nun Anzeige erstattet.

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Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivist:innen sich laut Angaben auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugbetrieb für drei Stunden lahmgelegt haben. Jede dieser Personen wurde inzwischen mit etwa 4.100 Euro für die entstandenen Störungen belastet. Ein zweiter Protest ereignete sich am 15. August, als sich zwei weitere Personen an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festketteten und so eine einstündige Verzögerung verursachten.

Der Flughafen Köln/Bonn schätzt die vorläufigen Schäden auf rund 125.000 Euro. Den beiden Protestierenden vom August drohen Kosten in Höhe von jeweils knapp 3.250 Euro. Allen sechs Beschuldigten wird Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Die Anzeigen wurden beim Landgericht Köln eingereicht. Noch steht nicht fest, ob ein formelles Verfahren eingeleitet wird; ein Prozesstermin wurde bisher nicht anberaumt. Über die Entwicklung hatte zunächst die Rheinische Post aus Düsseldorf berichtet.

Eurowings strebt eine Erstattung der geschätzten Verluste an. Sowohl der Flughafen als auch die Airline warten auf weitere rechtliche Schritte. Die genauen finanziellen Folgen der Proteste werden noch geprüft.

Quelle