Essens Archive öffnen am Frauentag mit bewegender Erinnerungskultur
Essens Stadtarchiv und das Haus der Essener Geschichte öffneten am 8. März 2026 ihre Türen für die Öffentlichkeit. Der Termin fiel zusammen mit dem Tag der Archive und dem Internationalen Frauentag. Besucher tauchten in die Vergangenheit der Stadt ein und würdigten zugleich ihr kulturelles Erbe.
Der Tag der Archive, der alle zwei Jahre stattfindet, bietet Einblicke in Essens Stadtgeschichte und die Arbeit seiner Archive. In diesem Jahr erhielt die Veranstaltung eine besondere Bedeutung, da sie mit dem Internationalen Frauentag zusammenfiel. Das Haus der Essener Geschichte, das als FrauenOrt (Ort der FrauenGeschichte) ausgezeichnet ist, stand im Mittelpunkt des Programms.
Das Gebäude war einst Wohnort von Nelli Neumann, einer jüdischen Lehrerin, an die heute ein Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz erinnert. Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Veranstaltung teil und betonte die Bedeutung der Essener Erinnerungskultur. Er dankte den Mitarbeitenden der Archive sowie lokalen Geschichtsinitiativen für ihr Engagement bei der Bewahrung der Stadtgeschichten.
Kufen lobte die fortlaufenden Bemühungen, Essens Geschichte zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Der Tag bot den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich mit Archivmaterialien auseinanderzusetzen und mehr über prägende Momente der Stadtentwicklung zu erfahren.
Die Veranstaltung verband Geschichte und Gedenken an einem denkwürdigen Datum. Durch die Öffnung der Archive unterstrich Essen sein Bekenntnis, Persönlichkeiten wie Nelli Neumann im kollektiven Gedächtnis zu bewahren. Die Würdigung durch den Oberbürgermeister machte deutlich, welch hohen Stellenwert diese Arbeit für kommende Generationen hat.






