Dortmunds Kampf gegen Nichtschwimmer: Kostenlose Kurse für Grundschulkinder
Margit AtzlerDortmunds Kampf gegen Nichtschwimmer: Kostenlose Kurse für Grundschulkinder
Dortmund kämpft gegen einen besorgniserregenden Trend: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen. Doch nun gehen lokale Vereine und der StadtSportBund Dortmund das Problem gemeinsam an. Ihr Ziel: Jedes Grundschulkind in der Stadt soll bis zum Schulabschluss sicher schwimmen lernen.
In diesem Herbst nehmen über 300 Kinder an kostenlosen Intensiv-Schwimmkursen teil. Die vom Verein Bewegungswelten organisierten Kurse richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klasse und finden während der Ferien statt. Viele Einheiten werden im Südbad, einem öffentlichen Hallenbad, abgehalten, wo die Kinder zwei Wochen lang Vertrauen im Wasser aufbauen.
Das Programm beginnt mit Grundfertigkeiten wie der Gewöhnung ans Wasser und dem Gleiten. Die Kinder lernen, sich über Wasser zu halten und im Notfall um Hilfe zu rufen. Fortgeschrittene üben lebensrettende Techniken, darunter das Rückenlage-Schwimmen.
Die Situation ist dringend: In ganz Nordrhein-Westfalen kann jedes fünfte Kind nicht schwimmen – in einigen Dortmunder Stadtteilen sind es sogar bis zu 80 Prozent. Der lokale Fürsprecher Haumann appelliert an Eltern, auch nach dem ersten Schwimmabzeichen, dem Seepferdchen, weiter mit ihren Kindern zu üben.
Die Initiative will die Schwimmfähigkeiten der Kinder noch vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule verbessern. Mit kostenlosen Kursen und gemeinschaftlicher Unterstützung hoffen die Organisatoren, dass bald jedes Dortmunder Kind sicher im Wasser unterwegs ist. Die Herbstkurse sind der erste Schritt in diese Richtung.






