Dortmunder Flughafen kämpft mit 6,3 Millionen Euro Verlust nach Ryanair-Abzug
Margit AtzlerDortmunder Flughafen kämpft mit 6,3 Millionen Euro Verlust nach Ryanair-Abzug
Flughafen Dortmund verzeichnete 2025 ein schwieriges Finanzjahr mit 6,3 Millionen Euro Defizit
Der Flughafen Dortmund schloss das Jahr 2025 mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro ab – ein deutlicher Rückgang nach dem Abzug von Ryanair im Jahr 2024, der zu einem drastischen Einbruch der Passagierzahlen führte und andere Airlines zwang, ihr Angebot zu reduzieren. Trotz dieser Herausforderungen fertigte der Flughafen dennoch über drei Millionen Reisende ab.
Die Probleme begannen 2024, als Ryanair seine Verbindungen einstellte und die Passagierzahlen von über zwei Millionen auf unter 500.000 einbrachen. Dieser plötzliche Rückgang betraf direkt 430.000 Reisende, die auf die Ryanair-Strecken angewiesen waren. Als Reaktion darauf kürzten Fluggesellschaften wie Eurowings, Corendon Airlines und Air Serbia ihre Flugpläne und konzentrierten sich vor allem auf Urlaubsziele mit weniger Frequenzen. Allein Eurowings strich Verbindungen, wodurch weitere 130.000 Passagiere betroffen waren.
2025 stieg der Umsatz des Flughafens zwar auf 49,81 Millionen Euro, doch die gestiegenen Kosten fraßen einen Großteil der Einnahmen auf. Besonders die Personalkosten stiegen stark an – bedingt durch Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen. Die höheren Löhne wurden zum Haupttreiber des wachsenden Defizits, das sich im Vergleich zum Vorjahr (1,8 Millionen Euro) deutlich ausweitete. Auch das EBITDA brach stark ein: von 5,1 Millionen Euro auf nur noch 971.000 Euro.
Trotz der finanziellen Belastung erholten sich die Passagierzahlen 2025 auf 3,24 Millionen. Dieses Wachstum milderte zumindest teilweise die Verluste ab, die durch Ryanairs Abgang und die reduzierten Flugangebote anderer Airlines entstanden waren.
Aktuell steht der Flughafen vor einem Fehlbetrag von 6,3 Millionen Euro, wobei höhere Personalkosten und geringere Flugaktivitäten die Hauptgründe sind. Zwar stieg die Passagierzahl wieder auf über drei Millionen, doch die finanziellen Folgen von Ryanairs Abzug und den gekürzten Verbindungen bleiben spürbar. Das kommende Jahr wird zeigen, ob es dem Flughafen gelingt, seine Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig das Passagieraufkommen zu halten.






