30 April 2026, 02:27

Deutschlandticket: Politiker kämpfen gegen geplante Preiserhöhung auf 63 Euro

Eine große Gruppe von Menschen geht mit Schirmen die Straße entlang, einige tragen Taschen und halten Schilder, während sie an einem climate strike in Deutschland teilnehmen.

Deutschlandticket: Politiker kämpfen gegen geplante Preiserhöhung auf 63 Euro

Politiker und Verkehrsexperten wehren sich gegen Pläne, den Preis des beliebten Deutschlandtickets zu erhöhen. Der für 49 Euro monatlich eingeführte bundesweite Tarif steht nun vor Forderungen, die Kosten bei 63 Euro einzufrieren – oder sogar weiter zu senken. Verkehrsminister und Aktivisten betonen, dass der öffentliche Nahverkehr bezahlbar bleiben müsse, besonders angesichts der wegfallenden Sprit-Subventionen und der Senkung der Luftverkehrssteuer.

Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, sprach sich deutlich gegen eine Preiserhöhung aus. Stattdessen schlug er vor, den Preis des Deutschlandtickets stabil zu halten, um in der anhaltenden Energiekrise ein beruhigendes Signal zu setzen. Um die finanzielle Belastung weiter zu verringern, regte er kostenlose Fahrten für Kinder und Jugendliche an.

Petra Berg, Verkehrsministerin des Saarlandes, teilte diese Bedenken. Sie warnte, dass die Kosten für den lokalen Nahverkehr bereits stark stiegen. Während Busse und Bahnen eingespart würden, aber gleichzeitig Sprit subventioniert werde, sende man falsche Signale für eine nachhaltige Mobilität, so Berg.

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Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, ging noch einen Schritt weiter: Er schlug vor, die geplante inflationsbedingte Preisanpassung vorerst auszusetzen. Sein Vorschlag sieht vor, die geplanten Erhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 auszusetzen, um langfristig bezahlbare Tarife für Fahrgäste zu sichern.

Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen bezahlbarem Nahverkehr und steigenden Kosten. Sollte der Preisstopp umgesetzt werden, könnte das Deutschlandticket eine zentrale Option für preisbewusste Reisende bleiben. Derweil suchen Minister und Verbände weiter nach Lösungen, die Bezahlbarkeit und wirtschaftliche Realität in Einklang bringen.

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