21 March 2026, 06:22

CDU fordert schärfere Gesetze gegen Chaos in deutschen Großstädten

Weißer Polizeiwagen auf einer Straße mit mehreren Fahrzeugen, Gras und Bäumen auf beiden Seiten, aufgenommen außerhalb einer Stadt.

CDU fordert schärfere Gesetze gegen Chaos in deutschen Großstädten

Deutsche Städte kämpfen mit wachsenden Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Beschwerden gehäuft – allein in Berlin kommt es immer wieder zu Vorfällen wie gefährlichen Balkonwürfen an der Landsberger Allee oder einer steigenden Zahl obdachloser Menschen in Gemeinschaftsunterkünften. Die CDU fordert nun gesetzliche Reformen, um kommunalen Behörden klarere Befugnisse und wirksamere Instrumente an die Hand zu geben, um diese Probleme zu bekämpfen.

Die Aufgaben der Ordnungsämter sind in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden. Städte sehen sich zunehmend mit Konflikten im öffentlichen Raum, vermehrter Vermüllung, illegaler Müllentsorgung und Fehlverhalten bei Veranstaltungen konfrontiert. In Berlin wurden 2023 insgesamt 19 Fälle von gefährlichen Balkonwürfen registriert, hinzu kam ein weiterer schwerwiegender Vorfall am 31. Juli 2025. Gleichzeitig stieg die Zahl der Obdachlosen in Gemeinschaftsunterkünften bis zum 5. August 2025 auf 27.106 Personen an.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die CDU kritisiert, dass die aktuellen Gesetze oft nicht ausreichen, um kurzfristige Verstöße wirksam zu ahnden. Zu den Vorschlägen der Partei gehören gezielte Videoüberwachung in Brennpunkten – unter Einhaltung des Datenschutzes – sowie der Einsatz moderner Technologie, um Problemzonen zu überwachen und zu dokumentieren. Zudem fordert sie stärkere rechtliche Absicherungen für Einsatzkräfte in riskanten Situationen.

Laut CDU sind die geplanten Gesetzesänderungen ein wichtiger Schritt, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen zukunftsfest zu machen. Gleichzeitig betont die Partei, dass das neue Recht die praktischen Erfahrungen der Städte und Gemeinden widerspiegeln müsse. Klare, rechtssichere Kompetenzen für die Ordnungsbehörden gelten als entscheidend, um Sicherheit und Ordnung nachhaltig zu verbessern.

Im Mittelpunkt der CDU-Forderungen stehen praxistaugliche Lösungen für den Alltag der Vollzugsbehörden. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie den Städten bessere Mittel an die Hand geben, um die Herausforderungen im öffentlichen Raum zu bewältigen. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird davon abhängen, inwieweit es gelingt, rechtliche Klarheit mit den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort in Einklang zu bringen.

Quelle