17 June 2026, 17:08

Buchhandlung in Bremen provoziert Kulturminister mit Weimer-Zitaten und Verfassungsschutz-Merchandise

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Buchhandlung in Bremen provoziert Kulturminister mit Weimer-Zitaten und Verfassungsschutz-Merchandise

Eine Buchhandlung in Bremen ist zum Mittelpunkt eines öffentlichen Streits mit Kulturminister Wolfram Weimer geworden. „Der Goldene Laden“ wurde kürzlich von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2026 ausgeschlossen – eine von drei Buchhandlungen, die der Minister von der Auszeichnung ausnahm. An der Fassade des Ladens prangen nun Zitate, die ausgerechnet von Weimer selbst stammen und eine zuvor umstrittene Parole ersetzt haben.

Sechs Personen brachten ein großes Stofftransparent am Giebel des Goldenen Ladens an, einer Buchhandlung, die bereits unter Beobachtung steht. Zuvor hatte der Laden den Spruch „Deutschland verrecke bitte“ an seiner Fassade geführt und war daraufhin vom Verfassungsschutz, Deutschlands Inlandsnachrichtendienst, überprüft worden.

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Die Inhaberin Ausma Zvidrina führt keine der literarischen Werke Weimers im Sortiment. Zudem hat sie sich nie offiziell von linksextremen Positionen distanziert. Trotzdem verkauft der Laden nun Tassen mit dem Aufdruck „Der Goldene Laden – empfohlen vom Verfassungsschutz“. Zudem erhielt die Buchhandlung ein Zertifikat, das sie zur „besten Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“ erklärt.

Ein Porträt von Minister Weimer sowie seine Bücher sind mittlerweile im Schaufenster ausgestellt. Die provokanten Aktionen des Ladens folgen auf den Ausschluss vom renommierten Preis durch Weimers Behörde.

Die selbstbewussten Reaktionen der Buchhandlung sorgen bundesweit für Aufsehen. Die neuen Schaufensterdekorationen und Merchandise-Artikel nehmen direkten Bezug auf den Minister und die Kontroverse. Der Konflikt spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen dem Laden und den Kulturbehörden wider.

Quelle