Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für alle Erstklässler ab 2026
Margit AtzlerBergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für alle Erstklässler ab 2026
Ab 2026 hat jedes Erstklässler-Kind in Bergisch Gladbach einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Doch angesichts der bereits jetzt hohen Nachfrage steht die Stadt vor Herausforderungen, diese Verpflichtung zu erfüllen. Platzmangel und unklare Planungen könnten dazu führen, dass einige Familien weiterhin Schwierigkeiten haben, einen Betreuungsplatz zu bekommen.
Aktuell bietet die Stadt 3.312 OGS-Plätze an – 160 weniger als die maximale Kapazität. Doch selbst das reicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Wann genau im Schuljahr 2026/27 wie viele Plätze zur Verfügung stehen, können die Verantwortlichen erst Ende 2025 mitteilen. Auch die überarbeiteten Aufnahmekriterien werden Eltern erst im Dezember 2025 erfahren.
Mindestens drei Grundschulen werden voraussichtlich bereits im Schuljahr 2026/27 nicht genug Plätze für die neuen Erstklässler haben: An der GGS Heidkamp fehlen 23 Plätze, an der GGS Moitzfeld 10 und an der KGS Frankenforst 7. Keine Schule verfügt über freie Kapazitäten, um die anstehende Einschulungswelle aufzufangen.
Schon im Schuljahr 2025/26 mussten einige Kinder wegen begrenzter Plätze an ihrer Wunschschule abgewiesen werden. Die Stadt erfasst jedoch nicht, welche Schulen wie viele Anmeldungen abgelehnt haben oder wie viele Familien betroffen waren. Die endgültigen Zusagebescheide – inklusive der OGS-Zuteilungen – erhalten Eltern erst Ende März 2026.
Der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz löst die akuten Engpässe nicht. Ohne zusätzliche Räumlichkeiten oder klarere Planungen könnten einige Familien in Bergisch Gladbach auch künftig Probleme haben, einen Betreuungsplatz zu sichern. Ob die Stadt die Nachfrage decken kann, hängt von künftigen Anpassungen der Kapazitäten und der Vergaberichtlinien ab.






