Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultsymbole – doch nicht alle sind begeistert
Margit AtzlerWenn es grün ist, hopse weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultsymbole – doch nicht alle sind begeistert
Mehrere bayerische Städte ersetzen klassische Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole
Die Ampelfiguren zeigen nun berühmte Kunstwerke, traditionelle Trachten oder beliebte fiktive Charaktere. Doch nicht alle unterstützen diesen kreativen Wandel.
Nürnberg machte den Anfang und installierte eine Ampel mit Albrecht Dürers "Feldhasen". Die Stadt setzte das Projekt ohne regionale Genehmigung um und übernahm die volle Verantwortung für mögliche Probleme. In Augsburg hingegen erhielt die "Kasperl"-Figur nahe dem Theater die offizielle Erlaubnis der Schwäbischen Regierung.
In Dachau tragen die Ampelmännchen nun bayerische Tracht. Nach positiver Resonanz der Bürger plant die Stadt weitere thematische Entwürfe. Jede neue Schablone und jedes Design kostet etwa 300 Euro.
Deggendorf zeigt eine Frau, die Knödel wirft, während in Straubing "Bruder Straubinger", eine lokale Figur, zu sehen ist. München verfügt über drei "Pumuckl"-Ampeln, inspiriert von der bekannten Kinderfigur. Hof wird bald seinen "Wärschtlamo", einen Würstchenverkäufer, einführen – trotz anfänglicher Ablehnung. Die SPD-Fraktion finanzierte das 3.000-Euro-Projekt, nachdem die Genehmigung erteilt wurde.
Das bayerische Innenministerium lehnt diese Veränderungen ab. Beamte argumentieren, dass Ampeln klar und sofort erkennbar sein müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sie warnen davor, sie für lokale Werbung oder politische Botschaften zu nutzen.
Der Trend zu thematischen Ampeln hält in Bayern weiter an. Während Städte wie Dachau ihre Designs ausbauen, stoßen andere auf Widerstand der Regionalbehörden. Die Debatte dreht sich darum, wie sich lokale Identität mit den Standards der Verkehrssicherheit in Einklang bringen lässt.






