17 June 2026, 18:47

Antimilitaristische Proteste eskalieren: Besetzungen und Festnahmen in Köln und Bonn

POL-K: 250829-4-K Polizei Köln beendet Besetzung der SPD-Zentrale - Blockade vor dem Werkstor von Deutz AG aufgelöst

Antimilitaristische Proteste eskalieren: Besetzungen und Festnahmen in Köln und Bonn

Antimilitaristische Proteste in Köln und Bonn – Besetzungen, Blockaden und Festnahmen

In dieser Woche haben sich antimilitaristische Proteste in Köln und Bonn ausgeweitet. Ziel der Demonstranten sind Rüstungsunternehmen und politische Einrichtungen. Bei mehreren Besetzungen und Blockadeaktionen kam es zu Polizeieinsätzen und Festnahmen.

Am 29. August räumte die Kölner Polizei eine Besetzung der örtlichen SPD-Geschäftsstelle in der Magnusstraße. Rund 20 Personen hatten sich gewaltsam Zutritt verschafft und weigerten sich zu gehen, woraufhin Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet wurde. Drei Aktivisten leisteten bei der Räumung Widerstand und wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, später aber wieder freigelassen.

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Schon zuvor hatten über 200 Menschen versucht, auf das Gelände des Industrieunternehmens Deutz AG vorzudringen. Mit antimilitaristischen Parolen blockierten sie den Eingang. Die Polizei löste die Versammlung auf und beseitigte eine Straßenblockade auf der Dillenburger Straße, nachdem die Gruppe gegen Versammlungsrecht verstoßen hatte. Anschließend stiegen die Protestierenden in einen Regionalzug Richtung Köln.

In Bonn-Beuel versammelten sich zudem etwa 30 bis 40 teilweise vermummte Personen vor einer Niederlassung von Rheinmetall AG, ausgerüstet mit Transparenten und Flugblättern. Wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht wurden Ermittlungen eingeleitet.

Die Aktionen sind Teil der seit Beginn der Woche anhaltenden antimilitaristischen Proteste in Köln. Sie stehen im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über die Rüstungsproduktion in der Region. Die Behörden beobachten die Lage weiter, während die Ermittlungen laufen.

Quelle