Zukunft des Theater- und Konzertsaals spaltet Bürger zwischen Kultur und Kosten
Margit AtzlerZukunft des Theater- und Konzertsaals spaltet Bürger zwischen Kultur und Kosten
Die Zukunft des städtischen Theater- und Konzertsaals hat unter den Bürgern eine lebhafte Debatte ausgelöst. Viele fordern eine gründliche und transparente Prüfung aller möglichen Optionen, bevor Entscheidungen getroffen werden. Kritische Stimmen melden sich auch zur geplanten Verlegung der Feuerwehrwache nach Schlagbaum – Anwohner zweifeln an der Eignung des Standorts wegen Verkehrs- und Sicherheitsbedenken.
Das Theater- und Konzertgebäude liegt den Menschen vor Ort besonders am Herzen. Seit Generationen ist es Schauplatz von Schultheaterstücken, Vereinsfeiern, Konzerten und Tanzabenden und hat unvergessliche Erinnerungen geschaffen. Seine Lage in Schlagbaum gilt als prägender Teil der Stadtidentität – oft beschrieben als das Tor zur Innenstadt und ein Wahrzeichen für Besucher.
Die Akustik und Vielseitigkeit des Hauses werden allgemein gelobt, insbesondere als Spielstätte des Bergischen Symphonikers. Die Bürger betonen seine zentrale Rolle im kulturellen Leben und fordern ein Programm, das alle Altersgruppen und Hintergründe anspricht – von Kinderveranstaltungen über Musicals und Comedy bis hin zu Rockkonzerten und Märkten.
Doch die finanzielle Verantwortung bleibt ein zentrales Thema. Trotz des begrenzten städtischen Haushalts bestehen die Anwohner auf einen fairen Vergleich der Sanierungskosten, eines Neubaus und der langfristigen Betriebskosten. Der Bürgerverein (BfS) unterstützt diese Forderung und drängt auf eine neutrale Bewertung aller realistischen Alternativen.
Transparenz und echte Bürgerbeteiligung stehen ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Viele fühlen sich von den Entscheidungsprozessen ausgeschlossen und wünschen sich mehr Mitsprache bei der Gestaltung dieser kulturellen Keimzelle.
Die Diskussion zeigt, wie tief die kulturelle Bedeutung des Theater- und Konzertsaals verwurzelt ist – doch praktische und finanzielle Fragen sind noch ungeklärt. Die Bürger sind sich einig: Jede Entscheidung muss das Erbe, die Kosten und die Bedürfnisse der Gemeinschaft in Einklang bringen – ohne überstürzte Lösungen. Der Ruf nach Offenheit und sorgfältiger Planung wird immer lauter.






