07 May 2026, 02:20

Wohnungsarmut droht: Warum Millionen Rentner bald ihre Miete nicht mehr zahlen können

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund wirbt für die Pensionspension in Dresden, Deutschland.

Wohnungsarmut droht: Warum Millionen Rentner bald ihre Miete nicht mehr zahlen können

Über 760.000 Rentner in Deutschland sind derzeit auf Grundsicherungsleistungen angewiesen. Das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Senioren. Eine neue Studie warnt nun, dass Wohnungsarmut bald noch mehr ältere Menschen im Land betreffen könnte.

Eine Untersuchung des Pestel-Instituts zeigt ein wachsendes Risiko für die Babyboomer-Generation, die kurz vor dem Ruhestand steht. Allein in Nordrhein-Westfalen könnte innerhalb des nächsten Jahrzehnts über eine Million Menschen von Wohnungsarmut betroffen sein. Bundesweit könnten rund 5,1 Millionen Rentner dieser Generation künftig weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente erhalten.

Das Problem beschränkt sich nicht auf das Einkommen. Hohe Mieten drohen viele in finanzielle Not zu stürzen – selbst wenn sie ihr Wohneigentum längst abbezahlt haben. Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „das drängendste soziale Problem“ unserer Zeit.

Feiger drängt auf schnelles Handeln. Er argumentiert, dass mehr Wohnungsbau die Krise entschärfen und gleichzeitig die Wirtschaft ankurbeln würde. Ohne Gegenmaßnahmen könnten fast 40 Prozent der Nachkriegsrentner – also jener Jahrgänge, die bis 2036 in den Ruhestand gehen – Schwierigkeiten haben, ihre Wohnkosten zu decken.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Abhängigkeit von Sozialleistungen unter Rentnern bereits auf Rekordniveau liegt. Angesichts steigender Mieten und oft unzureichender Renten betonen Experten die Dringlichkeit politischer Reformen. Das kommende Jahrzehnt wird zeigen, ob neue Wohnungsbauprogramme eine flächendeckende Verarmung älterer Menschen in Deutschland verhindern können.

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