Windkraft im Kreis Gütersloh erlebt 2024 einen Rekordzuwachs mit 18 neuen Anlagen
Angelina ReinhardtWindkraft im Kreis Gütersloh erlebt 2024 einen Rekordzuwachs mit 18 neuen Anlagen
Im Kreis Gütersloh boomt der Windkraftausbau in diesem Jahr
Die Region verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Bau von Windkraftanlagen: Die Behörden haben 18 neue Anlagen genehmigt – nach nur vier im Jahr 2023. Der starke Zuwachs ist auf die geänderten Abstandsregeln in Nordrhein-Westfalen zurückzuführen, die nun höhere Türme näher an Wohngebieten erlauben.
Die meisten neuen Windräder entstehen in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz. Weitere Projekte sind in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und in der Stadt Gütersloh selbst geplant. Drei dieser Vorhaben sind Repowering-Maßnahmen, bei denen ältere Anlagen in Langenberg und Gütersloh durch moderne, leistungsfähigere Modelle ersetzt werden.
Die Deutsche WindXperts GmbH treibt den Ausbau mit 13 neuen Windrädern voran, unterstützt durch Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Zehn davon entstehen in Harsewinkel – sieben in Greffen und drei in Marienfeld –, alle sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Die notwendigen Genehmigungen liegen bereits vor.
In Herzebrock-Clarholz sind drei Anlagen genehmigt, eine vierte wird noch geprüft. Gleichzeitig liegen im gesamten Kreisgebiet 29 weitere Anträge auf Bearbeitung. Sollten alle umgesetzt werden, würde sich die Zahl der Windräder in Gütersloh von derzeit 34 mehr als verdoppeln.
Hinter dem Anstieg der Windenergieprojekte stehen die gelockerten Abstandsvorgaben in NRW, die es ermöglichen, dass Türme bis zur doppelten Höhe des Mindestabstands zu Wohnhäusern errichtet werden dürfen. Mit 18 bereits genehmigten und 29 geplanten Anlagen wird die Kapazität für erneuerbare Energien im Kreis in den kommenden Jahren deutlich steigen.






