01 May 2026, 04:28

Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 – trotz Streit um Kita-Gebühren und Finanzlücken

Plakat für den American Rescue Plan, das Text enthält, der besagt, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen zeigt.

Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 – trotz Streit um Kita-Gebühren und Finanzlücken

Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – trotz anhaltender Streitpunkte

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet, wobei sich alle Fraktionen auf strikte Redezeitbegrenzungen einigten. Die Entscheidung fiel trotz anhaltender Kontroversen über die Kosten für Kinderbetreuung und die angespannte Haushaltslage der Stadt. Eltern hatten bereits vor der Abstimmung ihre Verärgerung über geplante Gebührenerhöhungen geäußert.

Das Haushaltsverfahren verlief zügig, da sich jede Fraktion an eine strenge Fünf-Minuten-Begrenzung für Wortmeldungen hielt. Trotz der effizienten Abstimmung blieben Spannungen über zentrale Finanzfragen bestehen. Der Jugendhilfeausschuss hatte zuvor Pläne abgelehnt, Geschwisterermäßigungen für Kindergärten wieder einzuführen, und sich gegen eine Erhöhung der jährlichen Kostenanpassung für Kitas von zwei auf drei Prozent ausgesprochen.

Letztlich stimmte der Rat dafür, die dreiprozentige Gebührenerhöhung dauerhaft umzusetzen – was bei Eltern auf weitere Kritik stieß. Gleichzeitig brachte die SPD Sparvorschläge ein, die sich auf nicht zwingend notwendige Ausgaben konzentrieren, um die finanzielle Belastung zu verringern. Auch die SPD stimmte dem Haushalt zu, betonte jedoch, dass Konsolidierungsmaßnahmen keine zusätzliche Last für Familien darstellen dürften.

Die Fraktion der Grünen unterstützte den Haushalt, warnte jedoch vor der sich verschärfenden finanziellen Lage der Stadt. Sie forderten unverzügliche Maßnahmen, um die Deckungslücken zu schließen. Zudem begrüßte die SPD zwar den Bauturbo zur Beschleunigung des sozialen Wohnungsbaus, kritisierte aber die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende.

Am Ende wurde der Haushalt einstimmig verabschiedet und tritt im Juli rechtlich in Kraft. Der beschlossene Etat sieht höhere Kita-Gebühren vor und streicht Geschwisterrabatte – trotz vorheriger Widerstands. Die Änderungen gelten ab Juli, während die Stadt weiterhin mit finanziellen Herausforderungen kämpft. Familien warten nun auf nähere Informationen, wie sich die Anpassungen auf ihre Kosten auswirken werden.

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