06 June 2026, 18:23

Wie Landwirte Dürreperioden mit klugen Anbaustrategien trotzen

Sichere Erträge bei frühsommerlicher Trockenheit: 8 Tipps für Landwirte

Wie Landwirte Dürreperioden mit klugen Anbaustrategien trotzen

Landwirte sehen sich wachsenden Herausforderungen gegenüber, da Dürreperioden – insbesondere im Frühling und frühen Sommer – immer häufiger auftreten. Die Wahl der richtigen Kulturen und Sorten kann die Ertragsstabilität entscheidend beeinflussen, vor allem angesichts der zunehmenden Wetterextreme zwischen Nässe und Trockenheit.

In Regionen, in denen Frühsommertrockenheit verbreitet ist, hat sich der Anbau von Winterroggen statt des nachwachsenden Weizens als vorteilhaft erwiesen. Winterroggen entwickelt sich früher, blüht und bildet Körner oft noch zu einem Zeitpunkt, an dem ausreichend Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Dadurch hat er einen Vorteil gegenüber Weizen, der unter trockenen Bedingungen leidet.

Auch die Bodengesundheit spielt eine zentrale Rolle für die Dürreresistenz. Felder mit hohem Ertragspotenzial, aber geringem Humusgehalt leiden besonders unter Trockenphasen. Regelmäßige Gaben von Mist, Kompost, Stroh und Festmist können den Humusanteil erhöhen und helfen, die Feuchtigkeit im Boden besser zu speichern.

Die Wahl der angebauten Sorten hängt stark von den Wetterbedingungen ab. Frühreife Sorten schneiden bei Dürre zwar gut ab, erreichen in nassen Jahren jedoch oft nicht ihr volles Ertragspotenzial, da ihnen Sonnenschein fehlt. Spätreife Sorten gedeihen dagegen bei feuchten Bedingungen mit ausreichend Wasser, riskieren aber eine unvollständige Abreife, wenn die Saison zu nass bleibt.

Tiefwurzelnde Kulturen wie Zuckerrüben kommen mit Trockenphasen besser zurecht als flachwurzelnde Pflanzen. Ihr starkes Wurzelsystem ermöglicht es ihnen, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu erschließen. Eine weitere Strategie besteht darin, Kulturen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfszeiten anzubauen, um das Risiko von Dürrestress zu streuen.

Nicht alle ertragsstabilen Sorten sind gleichzeitig die ertragreichsten für jeden Standort. Landwirte müssen bei der Saatgutauswahl zwischen Zuverlässigkeit und maximalem Ertrag abwägen.

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Da Dürreperioden immer mehr Regionen erfassen, wird die Anpassung der Anbaumethoden zunehmend unverzichtbar. Durch die Wahl geeigneter Kulturen, die Verbesserung des Bodenhumus und eine gestaffelte Aussaat lassen sich die Erträge stabilisieren. Der richtige Ansatz hängt dabei von den lokalen Gegebenheiten, Wettertrends und den spezifischen Anforderungen jedes einzelnen Feldes ab.

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