13 March 2026, 16:53

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobil-Stellplätze ein – Camper protestieren

Ein Jeepney ist auf der Seite der Stra├če vor einem Geb├Ąude geparkt, mit Menschen, die darin sitzen, und verschiedenen Gegenst├Ąnden, darunter Zelte, Gel├Ąnder, St├Ąbe und Bretter mit Text und Bildern, im Hintergrund.

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobil-Stellplätze ein – Camper protestieren

Warendorf führt bald 15 Euro Tagesgebühr für Wohnmobil-Stellplätze auf dem Linnenwiese-Gelände ein

Der Stadtrat von Warendorf wird in Kürze eine tägliche Gebühr von 15 Euro für Wohnmobil-Stellplätze auf dem Gelände Linnenwiese erheben. Das Gremium stimmte im Herbst 2023 einstimmig für die Änderung – auf Vorschlag der CDU. Die neue Regelung, die in diesem Frühjahr in Kraft treten soll, hat bereits gemischte Reaktionen bei Stammgästen ausgelöst.

Die Entscheidung folgt Plänen zur Modernisierung der Anlage. Die Einnahmen aus der Gebühr sollen in die Erneuerung veralteter Stromsäulen und die Installation moderner Parkuhren fließen. Die Stadtverwaltung begründet den Preis mit der Beliebtheit des Standorts und den angebotenen Leistungen; vergleichbare Plätze würden oft deutlich mehr kosten.

Nicht alle Camper zeigen sich einverstanden. Günter Brossat, ein 83-jähriger Dauergast auf dem Linnenwiese-Gelände, bezeichnete die 15 Euro als überzogen. Andere kündigten an, den Platz künftig wegen der Kosten ganz zu meiden. Die Stadt erkennt die Bedenken an, verweist jedoch auf eine Alternative: den städtischen Platz Wiesengrund, wo einfache Stellplätze weiterhin etwa 5 Euro pro Nacht kosten sollen.

Aktuell bietet die Linnenwiese mindestens sechs Stellplätze für Wohnmobile an, die saisonal von April bis September verfügbar sind. Zwar liegen keine genauen Besucherzahlen für alle städtischen Plätze vor, doch der Rat betont, die Gebühr spiegle den Wert der Anlage wider und sichere eine bessere Instandhaltung.

Die neue Preispolitik tritt im Frühjahr in Kraft; die Modernisierungsarbeiten sind für später im Jahr geplant. Wer die 15 Euro nicht zahlen möchte, kann auf den günstigeren Wiesengrund-Platz ausweichen – wenn auch mit weniger Komfort. Die Stadt hält die Gebühr für marktüblich und verspricht damit langfristig bessere Dienstleistungen für die Gäste.

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