05 June 2026, 17:13

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um

Ständige Zuwanderung aus Ostdeutschland

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und den neuen Bundesländern haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung sind mehr Menschen aus Ostdeutschland in die Region gezogen als umgekehrt. Doch aktuelle Entwicklungen zeigen, dass seit 2020 zunehmend mehr Menschen Siegen-Wittgenstein in Richtung Osten verlassen.

Den Höhepunkt erreichte die Zuwanderung 1991, als fast 1.200 Menschen aus den neuen Bundesländern nach Siegen-Wittgenstein kamen. Auf diesen ersten Ansturm folgte ein gleichmäßigerer Trend: Zwischen 2010 und 2019 pendelten sich die jährlichen Zuzüge bei etwa 200 bis 300 Personen ein.

Insgesamt haben seit 1991 rund 12.700 Menschen aus Ostdeutschland in Siegen-Wittgenstein eine neue Heimat gefunden. Im gleichen Zeitraum verließen etwa 9.200 Einwohner die Region in Richtung Osten. Die meisten Neuzuwanderer kamen aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Zuzüge verzeichnet wurden.

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In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis jedoch umgekehrt. Seit 2020 wandern mehr Menschen aus Siegen-Wittgenstein in die neuen Bundesländer ab, als von dort zuziehen. Die Daten belegen, dass die Region langfristig einen Netto-Zuwachs durch Migration aus Ostdeutschland verzeichnete. Doch die Trendwende seit 2020 markiert eine neue Phase, in der nun mehr Einwohner in östliche Richtungen abwandern. Die Zahlen spiegeln die sich verändernden Mobilitätsmuster zwischen den Regionen wider.

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