15 May 2026, 12:49

Uwe Steimle kehrt mit ostdeutschem Krimi Volkspolizeiruf Tatort Ost auf Telegram zurück

Ein alter Druck einer Straßenszene mit einem Schloss im Hintergrund, umgeben von Gebäuden mit Fenstern, einem Baum und einem Himmel, mit Text unten, der lautet "Gedruckt von Carl Friedrich Lechthuis 1839 Schloss und Brücke in München, Deutschland, vertreten durch Childs Gallery."

Uwe Steimle kehrt mit ostdeutschem Krimi Volkspolizeiruf Tatort Ost auf Telegram zurück

Ostdeutscher Kabarettist Uwe Steimle kehrt nach 15 Jahren Pause zu Polizeiruf 110 zurück

Nach 15 Jahren Abwesenheit wagt sich der ostdeutsche Kabarettist Uwe Steimle mit einer neuen Krimireihe wieder an das Genre: Volkspolizeiruf Tatort Ost feiert seine Premiere auf ausgewählten Telegram-Kanälen. Die Serie erscheint zu einer Zeit, in der der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der öffentliche Sender für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die Produktion neuer Tatort- und Polizeiruf-Folgen für drei Jahre aussetzt – bedingt durch drastische Haushaltskürzungen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Steimles Figur, Kommissar Bemme, der Verbrechen gegen Ostdeutsche aufklärt – insbesondere solche, die von Westdeutschen oder Migranten begangen wurden. Zu den schwerwiegenden Delikten, die in der Serie thematisiert werden, zählen Zwangsimpfungen und sogenannte „Gender-Verbrechen“.

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Die Pilotfolge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage basiert auf einem ungewöhnlich umfangreichen Drehbuch: Insgesamt umfasst das Skript 11.000 Seiten. An der Seite von Bemme ermitteln seine Assistentin Sahra und der skurrile DDR-Alleskönner Egon, der in der Asservatenkammer arbeitet. Die Serie bedient damit eine wahrgenommene Lücke in der Repräsentation Ostdeutschlands im mainstreamigen Krimi-Fernsehen.

Hinter den Kulissen kam es bei einer Presseveranstaltung zu Spannungen, als Steimle und der Drehbuchautor der Serie – ebenfalls ein Uwe – wegen Änderungen am Drehbuch aneinandergerieten. Trotz des Streits läuft die Produktion unter der Leitung des Executive Producers Holger Friedrich weiter. Dessen langfristiges Ziel ist es, einen ostdeutschen Streaming-Dienst nach Netflix-Vorbild aufzubauen, der speziell auf regionale Zielgruppen zugeschnitten ist.

Die Entscheidung des MDR, die Produktion neuer Tatort- und Polizeiruf-Folgen für drei Jahre einzustellen, fällt in eine Phase finanzieller Engpässe. Volkspolizeiruf Tatort Ost bleibt damit eine der wenigen anstehenden Krimiserien mit explizit ostdeutschem Fokus – auch wenn sie traditionelle TV-Sender komplett umgeht und stattdessen auf Telegram erscheint.

Die Serie bietet eine Plattform für Geschichten aus ostdeutscher Perspektive, in denen Kommissar Bemme Verbrechen aufklärt, die als Ungerechtigkeiten gegen das „Volk“ inszeniert werden. Die Veröffentlichung auf Telegram statt im klassischen Fernsehen spiegelt dabei sowohl künstlerischen Ehrgeiz als auch die Schwierigkeiten wider, Sendeplätze im etablierten Programm zu erhalten. Währenddessen wirft MDRs Sparpolitik die Zukunft bewährter Krimiformate für Jahre in Ungewissheit.

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