Ute Schallenberg erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in Kirchenmusik und Integration
Angelina ReinhardtUte Schallenberg erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in Kirchenmusik und Integration
Ute Schallenberg aus Isselhorst ist mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement in der Kirchenmusik und ihre Unterstützung der Gemeinschaft ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Ehrung in Würdigung ihres jahrzehntelangen Einsatzes. Ihre Arbeit hat sowohl das kulturelle als auch das soziale Leben in der Region nachhaltig geprägt.
Schallenberg spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Kirchenmusik in Isselhorst. Ohne ihr Wirken hätte das Programm weder seine heutige Qualität noch seinen Umfang erreicht. Mit Weitsicht und sparsamem Umgang mit Mitteln sorgte sie dafür, dass die Veranstaltungen finanziell tragbar blieben.
Doch ihr Einsatz ging weit über die Musik hinaus: Als 2020 jesidische Familien in Niehorst eine neue Heimat fanden, stand Schallenberg ihnen mit praktischer Hilfe zur Seite. Sie organisierte Unterstützung, gründete für die Kinder einen kleinen Chor und förderte so ihre Integration. Ob bei der Ideenfindung, der Koordination von Veranstaltungen oder der Bewältigung kleiner, aber wichtiger Details – stets verband sie Kreativität mit präziser Planung.
Bei der Verleihungszeremonie bezeichnete Schallenberg die Auszeichnung als gemeinsame Leistung. Besonders dankte sie ihrer Familie für deren bedingungslose Unterstützung und betonte, dass ihr Wirken ohne diesen Rückhalt nicht möglich gewesen wäre.
Das Bundesverdienstkreuz würdigt Schallenbergs lebenslanges Engagement für andere. Ihr Einfluss reicht von der Bewahrung kirchenmusikalischer Traditionen bis hin zur Hilfe für geflüchtete Familien. Die Auszeichnung steht für ihre Überzeugung, dass das Wohl einer Gemeinschaft auf praktischem Handeln und Zusammenarbeit beruht.






