Untersuchung entkräftet Vorwürfe ritueller Gewalt in deutschen Bistümern
Micha SeipUntersuchung: Kein Beweis für rituellen Missbrauch in Diözesen - Untersuchung entkräftet Vorwürfe ritueller Gewalt in deutschen Bistümern
Unabhängige Untersuchung findet keine Beweise für organisierte sexuelle und rituelle Gewalt in deutschen Diözesen
Eine unabhängige Untersuchung zu Vorwürfen organisierter sexueller und ritueller Gewalt in mehreren deutschen Bistümern hat keine Belege für die Anschuldigungen gefunden. Die von einer Kölner Anwaltskanzlei geleitete Prüfung wertete Aussagen Betroffener aus und zog psychologische Gutachten heran, bevor sie zu dem Schluss kam, dass es sich bei den Erinnerungen wahrscheinlich um falsche handelt.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen standen schwere Vorwürfe, darunter Vergewaltigungen, erzwungene Abtreibungen und Tötungsdelikte, die angeblich von Klerikern verübt worden sein sollen. Gespräche mit den Personen, die sich gemeldet hatten, sowie psychologische Bewertungen ergaben jedoch keine glaubwürdigen Beweise für solche Verbrechen. Mehrere hochrangige Kirchenvertreter – darunter Franz Kardinal Hengsbach, Joseph Kardinal Höffner und Joachim Kardinal Meisner – waren genannt worden, wurden jedoch von jedem Fehlverhalten freigesprochen.
Zuvor waren Beratungsstellen im Bistum Münster kritisiert worden, weil sie den Betroffenen in ihrer Überzeugung von rituellem Missbrauch bestärkt hätten. Die an der Untersuchung beteiligten Psychologen wiesen darauf hin, dass therapeutische Einflüsse diese Erinnerungen geprägt haben könnten. Obwohl der Bericht diejenigen, die die Vorwürfe erhoben hatten, nicht beschuldigte, betonte er, dass den Anschuldigungen jede tatsächliche Grundlage fehle.
Die Kanzlei Feigen-Graf führte die Untersuchung durch, die detaillierte Befragungen und Fachanalysen umfasste. Die Ergebnisse unterstrichen das Fehlen konkreter Beweise für die schwerwiegendsten Vorwürfe.
Der Abschlussbericht bestätigt, dass es keine Hinweise auf organisierte rituelle Gewalt oder systematische Straftaten durch Kleriker in den untersuchten Bistümern gibt. Die Untersuchung verwies zudem auf die mögliche Rolle von Therapien bei der Entstehung falscher Erinnerungen. Denjenigen, die Missbrauch gemeldet hatten, wurde keine Schuld zugeschrieben, doch die Ermittlungen wurden ohne Bestätigung der Vorwürfe abgeschlossen.






