04 May 2026, 06:23

Uniklinik Köln setzt auf Robotik: Tablettenausgabe für 600 Betten revolutioniert Pflegealltag

Weißer Tisch mit einem Pillenschächtelchen, das Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, Pillenschächtelchen mit Text beschriftet.

Uniklinik Köln setzt auf Robotik: Tablettenausgabe für 600 Betten revolutioniert Pflegealltag

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

Die Maßnahme soll das Arbeitsaufkommen des Pflegepersonals verringern und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit erhöhen. Bis 2030 plant Deutschland, solche Systeme in allen Krankenhäusern verbindlich einzuführen – andernfalls drohen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen.

Die Klinik hatte das automatisierte System bereits 2018 als eine der ersten eingeführt und gilt seitdem als Vorreiter. Die Anlage lagert verschiedene Medikamente in separaten Schubladen, sodass Pflegekräfte nachts keine Tablettenblister mehr öffnen müssen. Die Arzneimittel werden aus Großpackungen in einzelne Fächer abgefüllt, was im Vergleich zu herkömmlichen Methoden Abfall reduziert.

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Jede Schublade enthält spezifische Medikamente, um eine Verunreinigung der Tabletten zu vermeiden. Zudem entfällt die Verwendung klassischer Wochentablettenboxen, die Keime ansammeln können. Stattdessen werden die Tabletten einzeln verpackt und beschriftet – das minimiert Fehler und steigert die Effizienz.

Ab 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche Technologien einführen oder riskieren Kürzungen durch die Krankenversicherer. Der Vorstoß folgt auf jahrelange Erprobung und positive Erfahrungen in Einrichtungen wie der Kölner Uniklinik, wo die Automatisierung die Medikamentenverteilung deutlich optimiert hat.

Mit der aktuellen Erweiterung wird das System in weiteren Stationen der Uniklinik Köln eingesetzt. Die Umstellung soll die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals senken und die Hygiestandards verbessern. Bis zum Stichtag 2030 werden bundesweit weitere Krankenhäuser nachziehen.

Quelle