31 May 2026, 06:22

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys" – ein Berliner Gang-Bekenntnis

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys" – ein Berliner Gang-Bekenntnis

Ein neues Buch enthüllt die gewalttätige Vergangenheit der Berliner Straßengangs – erzählt aus der Perspektive von Tim Raue, einst Mitglied der berüchtigten „36 Boys“. Zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr kämpfte er um Anerkennung in einer Welt, in der Brutalität zum Alltag gehörte. Seine Geschichte wirft nun ein Licht auf ein düsteres Kapitel der Berliner Geschichte, genauer: auf Kreuzberg in den 1980er-Jahren.

Raue schloss sich den „36 Boys“ an, auf der Suche nach Respekt. Die Bande verlangte bedingungslose Loyalität – bewiesen durch eine grausame Initiationsprüfung: drei Minuten lang gegen zwei Mitglieder kämpfen. Er hielt die volle Zeit nicht durch, gab aber trotz einer Tracht Prügel, die ihm eine bleibende Narbe im Gesicht hinterließ, nicht auf.

Schlägereien mit verfeindeten Gangs waren an der Tagesordnung, und die „36 Boys“ waren oft in der Unterzahl. Trotzdem wichen sie nie zurück. Raue gibt zu, dass er manchmal fliehen wollte, sich aber zwang, standzuhalten – ohne Furcht zu zeigen.

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Der Journalist Paul Christoph Gäbler hat diese Erlebnisse in seinem Buch festgehalten und schildert die Gewaltkultur der Bande detailliert. Mit 16 endete Raues Zeit bei den „36 Boys“, doch die Erfahrungen prägten ihn nachhaltig. Heute lehnt er die Aggression ab, die einst sein Leben bestimmte.

Das Buch dokumentiert eine Phase, auf die Raue heute mit Bedauern zurückblickt. Die Narbe in seinem Gesicht ist geblieben – eine stete Mahnung an eine Vergangenheit, die er nicht mehr verherrlicht. Stattdessen spricht er offen über die Gefahren von Jugendgewalt und hofft, dass andere diesen Weg meiden.

Quelle