24 June 2026, 06:20

Studie zeigt: Gemeinsame Netzzugänge sparen Milliarden beim Stromnetzausbau

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert die Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Studie zeigt: Gemeinsame Netzzugänge sparen Milliarden beim Stromnetzausbau

Eine neue Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln zeigt Wege auf, wie die stark steigenden Kosten für den Netzausbau gesenkt werden können. Die Forschung untersucht, wie gemeinsame Netzzugangspunkte für Solar- und Windparks jährlich Milliarden einsparen könnten. Netzbetreiber sehen sich derzeit mit einer wachsenden Nachfrage nach neuen Stromleitungen konfrontiert, da der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet.

Laut dem EWI-Bericht könnte die gemeinsame Nutzung von Netzzugangspunkten für Solar- und Windanlagen die jährlichen Ausbaukosten um 1,8 Milliarden Euro verringern. Zudem würde dies die durchschnittliche Netzauslastung verbessern, da Spitzenlastzeiten von Solar- und Windenergie selten gleichzeitig auftreten.

Gemeinsame Anschlüsse könnten zwar zu einer verstärkten Abregelung erneuerbarer Energien führen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Doch Batteriespeicher, die hinter dem Netzanschlusspunkt installiert werden, könnten die Energieverschwendung verringern und die Notwendigkeit von Abregelungen begrenzen. Die Studie beziffert die jährlichen Nettoeffizienzgewinne durch geringere Verteilnetzkosten und reduzierte Stromverluste auf 800 Millionen Euro.

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Aktuell belaufen sich die durch erneuerbare Energien verursachten Netzausbaukosten auf 61 bis 180 Euro pro Kilowatt, je nach Region. Das EWI warnt, dass die bestehenden Anreize zur Optimierung von Netzanschlüssen unzureichend sind. Ohne Änderungen könnten diese Lücken zu Wohlfahrtsverlusten führen. Bis 2045 werden für den Ausbau der Verteilnetze voraussichtlich 350 Milliarden Euro an durchschnittlichen Investitionen erforderlich sein – vor allem aufgrund der Einspeisung erneuerbarer Energien.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung der Netzbetreiber zu verringern und Ineffizienzen zu reduzieren. Gemeinsame Zugangspunkte und Speicherlösungen könnten die Kosten senken und gleichzeitig eine zuverlässige Integration erneuerbarer Energien gewährleisten. Die Studie liefert eine Roadmap für eine kostengünstigere Modernisierung der Stromnetze.

Quelle