Straßenprojekte und Personalnot: Verkehrsgremium ringt um Lösungen für Kölns Mobilität
Micha SeipStraßenprojekte und Personalnot: Verkehrsgremium ringt um Lösungen für Kölns Mobilität
Ausschuss für Mobilität und Verkehr debattiert Straßenprojekte und Personalmangel
In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Ausschuss für Mobilität und Verkehr mit zentralen Straßenbauvorhaben und Personalengpässen. Zu den Beschlüssen zählte die Verabschiedung des Maßnahmenprogramms 2026–2028, wobei der Fokus vorerst auf den Plänen für das kommende Jahr liegt. Zudem wurde eine grundlegende Neugestaltung der Buchholzstraße beschlossen, während über verzögerte Radwegeprojekte und Busverbindungen diskutiert wurde.
Ein zentrales Thema zu Beginn der Sitzung war der akute Personalmangel in der Abteilung für Straßeninstandhaltung. Im Bereich der statischen Verkehrssteuerung ist derzeit nur noch eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter beschäftigt – und diese Person befindet sich aktuell im Urlaub. Die Unterbesetzung wirft Fragen nach möglichen Verzögerungen bei Projekten und der betrieblichen Effizienz auf.
Bei der Buchholzstraße stimmten die Mitglieder für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung weitgehend beibehält. Die Entscheidung folgt auf frühere Debatten über alternative Entwürfe, setzte sich letztlich aber als pragmatischste Lösung durch.
Zum Radverkehr räumte der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda ein, dass das Radwegeprojekt in Refrath ins Stocken geraten ist. Die bereits umgesetzten Maßnahmen werden nun zurückgebaut, nachdem das Verwaltungsgericht Köln den geplanten Radweg an der Hasenweg blockiert hatte. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit unzureichenden Verkehrsuntersuchungen.
Einstimmig unterstützte der Ausschuss zudem zwei Teile eines Antrags, der den Bezirk und die Stadt Köln auffordert, zuverlässige Ersatzverkehre für die Buslinie S11 sicherzustellen. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll 2027 beginnen, wobei die Bauarbeiten für die zweite Jahreshälfte vorgesehen sind.
Abschließend brachten SPD und Grüne einen Antrag ein, der den Entwurf der Verwaltung für den Lerbacher Weg ändern soll – mit Schwerpunkt auf der Verbesserung der Radinfrastruktur.
Die Sitzung brachte wichtige Weichenstellungen für Straßenumgestaltungen, Busverbindungen und Radprojekte. Angesichts des weiterhin ungelösten Personalmangels wird sich der Ausschuss voraussichtlich zunächst auf die Besetzung kritischer Stellen konzentrieren, bevor größere Baumaßnahmen anlaufen. Das beschlossene Programm für 2026 und die anstehenden Sanierungen markieren die erste Phase einer umfassenderen Verkehrsstrategie.






