28 April 2026, 20:56

Strabag wächst kräftig: 58 Prozent mehr EBIT im ersten Halbjahr 2025

Ausführliches Konstruktionsplan-Detail-Zeichnung einer Brücke mit beschrifteten Bauelementen wie Balken und Seilen, aus einer Buchseite.

Strabag wächst kräftig: 58 Prozent mehr EBIT im ersten Halbjahr 2025

Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz des Konzerns stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro kletterte. Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betont die zentrale Bedeutung von Infrastruktur für den wirtschaftlichen Fortschritt.

Kratochwill übernahm im Februar 2025 die Führung des größten österreichischen Baukonzerns. Der Absolvent des Maschinenbaus an der Technischen Universität Wien startete seine Karriere 2003 als Trainee bei Strabag. Unter seiner Leitung hat das Unternehmen seine Marktführerschaft ausgebaut und hält mittlerweile einen Marktanteil von fünf Prozent in Österreich und zwei Prozent in Deutschland.

Der Auftragsbestand des Konzerns erreichte Ende Juni 28,4 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem investiert Strabag jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und festigt so seine Position als Innovationsführer der Branche. Ein jüngster Erfolg war die Verschiebung der 40.000 Tonnen schweren A45-Talbrücke in Rinsdorf um 20 Meter – dabei blieb die 485,5 Meter lange Konstruktion inklusive Pfeiler und Fundament vollständig intakt.

Kratochwill warnt seit Langem vor den Folgen vernachlässigter Infrastruktur. Vernachlässigte Sanierungen würden langfristig deutlich höhere Kosten verursachen, so der Manager. Gut erhaltene Straßen und Netze seien das "Lebenselixier" moderner Volkswirtschaften. Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der Österreich 2025 rund 9,9 Milliarden Euro in die Bundesinfrastruktur investieren will – das entspricht etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung.

Die starken Finanzkennzahlen von Strabag spiegeln die wachsende Bedeutung des Unternehmens im Bausektor wider. Mit steigenden Umsätzen, einem soliden Auftragsbestand und kontinuierlichen Innovationsinvestitionen bleibt der Konzern ein Schlüsselakteur bei der Infrastrukturentwicklung in Europa. Gleichzeitig unterstreicht Österreichs geplantes Investitionsvolumen den wirtschaftspolitischen Fokus auf Erhalt und Ausbau essenzieller Verkehrsnetze.

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