Spektakuläre Rettungsaktion: 45-Kilo-Metallkugel droht von Bochumer Kirchturm zu stürzen
Micha SeipSpektakuläre Rettungsaktion: 45-Kilo-Metallkugel droht von Bochumer Kirchturm zu stürzen
Achtstündige Rettungsaktion in Bochum-Ehrenfeld: Schwere Metallkugel drohte von Kirchturm zu stürzen
In Bochum-Ehrenfeld hat sich am Montag eine aufwendige, achtstündige Rettungsaktion abgespielt, nachdem eine schwere Metallkugel vom Turm der Melanchthon-Kirche zu stürzen drohte. Die Feuerwehr räumte das 45 Kilogramm schwere Objekt, das durch stürmisches Wetter in eine gefährliche Schieflage geraten war. Der ungewöhnliche Einsatz erforderte Spezialausrüstung und eine abgestimmte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.
Auslöser des Problems waren starke Winde, die die 70 Zentimeter breite Kugel in 54 Metern Höhe über der Kirche gelockert hatten. Da herkömmliche Drehleitern und Krane die Höhe nicht erreichten, musste ein 72 Meter langer Teleskopmast eines Essener Unternehmens angefordert werden. Rund 20 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum-Innenstadt und der Freiwilligen Feuerwehr Bochum-Mitte waren im Einsatz.
Die Feuerwehr sicherte die Kugel zunächst mit einem Netz, löste sie vorsichtig von ihrer Halterung und ließ sie kontrolliert zu Boden. Dort wurde sie an Kirchenvertreter übergeben. Während der gesamten Aktion musste die Königsallee in Fahrtrichtung mehrmals gesperrt werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Die Behörden warnten, dass ohne das Eingreifen eine langfristige Vollsperrung der Königsallee in beide Richtungen notwendig geworden wäre. Nach fast acht Stunden präziser Arbeit endete der Einsatz erfolgreich.
Durch die Bergung der Kugel konnte eine mögliche langfristige Straßensperre verhindert und Schäden an der Kirche oder der Umgebung vermieden werden. Der Verkehr auf der Königsallee normalisierte sich anschließend wieder, während die Kirche das geborgene Metallobjekt nun in Verwahrung hat. Die Einsatzkräfte bestätigten, dass während der Aktion keine Verletzungen gemeldet wurden.






