31 May 2026, 14:23

Solinger SPD will Kirchengemeinden bei Gebäudenutzung stärker fördern

SPD unterstützt Kommunen bei neuer Nutzung von Kirchen

Solinger SPD will Kirchengemeinden bei Gebäudenutzung stärker fördern

Solinger SPD drängt auf stärkere städtische Unterstützung für Kirchengemeinden bei Umnutzung von Gebäuden

Die SPD in Solingen setzt sich für eine stärkere kommunale Förderung von Kirchengemeinden ein, die nicht mehr genutzte Gebäude umwidmen möchten. Angesichts zahlreicher Umnutzungspläne protestantischer und katholischer Gruppen fordert die Partei klarere Strukturen, um bürokratische Hürden abzubauen und Projekte zu beschleunigen.

Der Vorstoß erfolgt in einer Zeit, in der die Stadt mit einem angespannten Haushalt kämpft, gleichzeitig aber der Bedarf an praktischer Beratung zu Denkmalschutz und Baubestimmungen wächst. Kern der SPD-Pläne ist die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle in der Stadtverwaltung. Diese Anlaufstelle soll Gemeinden als erste Ansprechpartnerin bei rechtlichen und planerischen Fragen dienen. Ergänzt werden soll dies durch eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Verwaltungsvertretern und Kirchenvertretern, die gemeinsame Leitlinien für Umnutzungsprojekte erarbeitet.

Ziel ist es, unnötige Verzögerungen durch Bürokratie zu vermeiden – insbesondere für Gemeinden, die ihre Gebäude neuen Zwecken zuführen wollen. Die SPD strebt zudem an, dass sich alle demokratischen Fraktionen im Rat zu einer überparteilichen, einheitlichen Haltung durchringen, um verlässliche Unterstützung zu gewährleisten.

Dass solche Initiativen Früchtet tragen können, zeigt bereits die aktuelle Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche. Dort werden kreative Beispiele präsentiert, wie ehemalige Kirchengebäude zu Begegnungsstätten, Kulturzentren oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen umgestaltet wurden – und welches Potenzial in diesen Räumen jenseits der traditionellen Nutzung steckt.

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Trotz der angespannten Haushaltslage betont die SPD, dass praktische Hilfestellung – vor allem bei Denkmalschutz- und Planungsfragen – unverzichtbar sei. In ihrem Antrag heißt es, ein abgestimmtes Vorgehen werde Gemeinden dabei helfen, ihre Projekte voranzubringen, ohne im Papierkram stecken zu bleiben.

Wird der Vorschlag angenommen, entstünden sowohl eine zentrale Beratungsstelle als auch verbindliche Grundsätze für Umnutzungsvorhaben. Dies könnte es Gemeinden erleichtern, ihre Gebäude umzugestalten, ohne gegen rechtliche oder denkmalschützerische Vorgaben zu verstoßen.

Die Initiative spiegelt auch ein wachsendes Bewusstsein für die Herausforderungen wider, vor denen Kirchen angesichts sich wandelnder Gemeinschaftsbedürfnisse stehen. Da immer mehr Gemeinden nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für ihre Immobilien suchen, könnte Solingens Reaktion zum Vorbild für ähnliche Vorhaben in anderen Städten werden.

Quelle