Solingen streitet über Obdachlosenhilfe – Bezirksbürgermeister fordert Einigkeit vor dem Februar-Frost
Margit AtzlerSolingen streitet über Obdachlosenhilfe – Bezirksbürgermeister fordert Einigkeit vor dem Februar-Frost
Ein Streit über Obdachlosigkeit im Solinger Stadtteil Ohligs hat zu Aufrufen nach mehr Zusammenarbeit unter lokalen Politikern geführt. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper wies Vorwürfe zurück, seine Unterstützung für einen CDU-Antrag basiere auf Rückendeckung durch die AfD. Stattdessen drängt er auf eine gemeinsame Lösung des Problems, bevor der Februar die Situation für Menschen ohne Unterkunft weiter verschärft.
Westkämper betont, dass die Hilfe für Obdachlose und die Berücksichtigung der Sorgen der Anwohner Hand in Hand gehen müssten. Er warnt, dass Untätigkeit Menschen unter der Ohligser Unterführung lebensbedrohlicher Kälte aussetzen könnte.
Die CDU-Fraktion hat für den 19. Februar einen Runden Tisch vorgeschlagen, um Lösungen für die Obdachlosigkeit in Solingen zu erarbeiten. Dies folgt auf eine Anfrage der Partei, die für den 17. Februar 2026 geplant ist und sich mit der Verbesserung der Unterstützung für Wohnungslose im Stadtteil befasst. Westkämper begrüßt die Initiative und fordert alle Parteien zur Teilnahme auf.
Er argumentiert, dass der Bezirksrat bei frostigen Temperaturen handeln müsse. Ohne Maßnahmen drohten Menschen, die unter der Unterführung kampieren, schwere gesundheitliche Risiken. Der Bezirksbürgermeister unterstreicht zudem, dass demokratische Parteien zusammenarbeiten müssten, um zu verhindern, dass extremistische Gruppen die Situation für politische Zwecke ausnutzen.
Ein entscheidendes Treffen des Bezirksrats Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (OAM) ist für den 23. Februar angesetzt. Westkämper hofft auf einen einheitlichen Plan, der die Unterstützung für Obdachlose mit den Bedenken von Anwohnern und Pendlerinnen und Pendlern in Einklang bringt. Einen Widerspruch zwischen diesen Zielen sieht er nicht – beide seien gleichermaßen wichtig.
Westkämper zeigt sich offen für Gespräche mit allen Fraktionen im Rat. Sein Fokus liegt auf praktischen Lösungen; er stellt die Hilfe für Obdachlose als gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe dar, nicht als parteipolitisches Thema.
Die nächsten Schritte hängen vom Ergebnis des Runden Tisches am 19. Februar und der OAM-Sitzung vier Tage später ab. Bei einer Einigung könnten Maßnahmen ergriffen werden, um Wohnungslose vor der Kälte zu schützen und gleichzeitig die Sorgen der Bevölkerung zu berücksichtigen. Westkämpers Appell zur Zusammenarbeit deutet darauf hin, dass das Thema über politische Grabenkämpfe hinauswachsen und in konkrete Handlungen münden könnte.
Neuer Plan möchte Sicherheit und Unterstützung für Obdachlose in Solingen ausbalancieren
Eine gemeinsame Initiative von SG Zukunft und der CDU schlägt vor, nächtliche Übernachtungen in öffentlichen Räumen zu begrenzen, während humane Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden. Wichtige Details sind:
- Zusammenarbeit mit sozialen Diensten, um Übernachtungsmöglichkeiten und betreutes Wohnen zu entwickeln.
- Berücksichtigung individueller Bedürfnisse, wie tierfreundliche Lösungen für obdachlose Personen.
- Ein Fokus auf praktische Maßnahmen, um sowohl öffentliche Bedenken als auch das Wohlbefinden jener ohne Unterkunft anzugehen.